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Corona und die schwierige Lage für junge Menschen (III): Aktuelle Ergebnisse der Krankenkassen zu pandemiebedingten Gesundheitseffekten bei Kindern und Jugendlichen

Antrag

Letzte Beratung: 27.04.2022 Jugendhilfeausschuss Ö 6

Sachverhalt

Die Corona-Pandemie hat den Alltag von Kindern und Jugendlichen nachhaltig verändert. Wie bereits durch mehrere Studien bestätigt (stellvertretend dafür sei die „COPSY“-Studie des Uni- versitätsklinikums Eppendorf genannt), haben sich der pandemiebedingte Lockdown und zeit- weise Schulschließungen negativ auf die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Ham- burg ausgewirkt.

Ein besorgniserregendes Bild der Belastungen in der Corona-Pandemie zeichnen auch andere Untersuchungen und Studien. Neben den psychischen Belastungen für Kinder und Jugendliche ist aber auch die Zunahme von körperlichen Folgeerscheinungen gravierend. Nicht nur die Seele von Kindern und Jugendlichen hat gelitten, sondern auch der Körper.

So waren wegen Adipositas 20 Prozent mehr Grundschulkinder in ärztlicher Behandlung und gegen Gebärmutterhalskrebs (HPV) haben sich rund ein Viertel weniger junge Mädchen vorbeugend impfen lassen. Die Entwicklung bei der HPV-Impfung läuft demnach analog zu der von Vorsorgeuntersuchungen bei Erwachsenen. Eine Untersuchung der KKH zeigt eine auffällige Zunahme von Essstörungen bei Jungen und männlichen Jungerwachsenen.

Neben anderen sind vor allem die Studien der DAK “Corona: Alarmierende Folgen für Kinder und Jugendliche - DAK-Sonderanalyse untersucht Auswirkungen der Pandemie in der Krankenhausversorgung 2020 • Große Effekte bei Adipositas, Essstörungen, Diabetes und Infektionen“ und die Studie der TU Dresden (unter Beteiligung u.a. der DAK) „Post-COVID: Analysen von Krankenversicherungsdaten zeigen mögliche Langzeitfolgen auch bei Kindern und Jugendlichen“ bedeutsam.

Petitum/Beschluss

Der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses wird gebeten, eine(n) Referent*in der DAK in den Jugendhilfeausschuss einzuladen, um auf Basis der in den genannten Studien gewonnenen Fakten (Zahlen und Statistiken) für 2020 und vorhergehender Jahre über die gesundheitliche Situation für Kinder und Jugendliche zu berichten sowie im Austausch mit der Politik mögliche Handlungsoptionen für eine Verbesserung der Kinder- und Jugendgesundheit in Eimsbüttel zu erörtern.

Janina Satzer und SPD-Fraktion

Gabriela Küll und Grüne Fraktion

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