22-1990

Beteiligung und Information von Kindern und Jugendlichen durch das Bezirksamt Eimsbüttel

Kleine Anfrage gem. § 24 BezVG

Sachverhalt

Kleine Anfrage nach § 24 BezVG der Mitglieder der Bezirksversammlung Eimsbüttel, Benjamin Schwanke, Camilla Joyce Thiele, Lea Fricke (FDP-Fraktion)
Titel: Beteiligung und Information von Kindern und Jugendlichen durch das Bezirksamt Eimsbüttel
Fortlaufende. Nr.: 22-172

Eingangsdatum: 09.03.2026
Datum der Antwort:
23.03.2026

Einleitung zu den Antworten:

Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an gesellschaftlichen und politischen Entscheidungsprozessen stellt einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Demokratie und des gesellschaftlichen Zusammenhalts dar. Sie ermöglicht es jungen Menschen, Verantwortung zu übernehmen, eigene Interessen zu vertreten und sich mit unterschiedlichen Standpunkten auseinanderzusetzen. In Hamburg wurde das Wahlalter auf 16 Jahre gesenkt, sodass Jugendliche bereits früh an Wahlen und Abstimmungen teilnehmen können. Darüber hinaus verpflichtet §33 Bezirksverwaltungsgesetz (BezVG) die Bezirksämter, Kinder und Jugendliche bei Planungen und Vorhaben, die ihre Interessen betreffen, angemessen zu beteiligen. Das Bezirksamt Eimsbüttel entwickelt hierfürgeeignete Verfahren und berichtet regelmäßig über die durchgeführten Beteiligungsprozesse und deren Ergebnisse. Durch diese Einbindung werden unter anderem Infrastruktur und Freizeitangebote stärker an den Bedürfnissen junger Menschen ausgerichtet und dieTransparenz sowie Akzeptanz von Entscheidungen im Bezirk erhöht.

Dies vorausgeschickt, beantwortet das Bezirksamt die Fragen wie folgt:

Fragen:

  1. Welche Veranstaltungen, Projekte oder Formate zur Information oder Beteiligung von Kindern und Jugendlichen hat das Bezirksamt Eimsbüttel in den Jahren 2020 bis heute durchgeführt oder organisiert?

a) Bitte nach Jahr, Fachamt bzw. federführender Organisationseinheit und Titel/Bezeichnung der Veranstaltung aufschlüsseln.

b) Bitte jeweils Datum, Ort und Format (z. B. Workshop, Beteiligungsverfahren, Informationsveranstaltung, Online-Format, Projektwoche o. Ä.) angeben.

  1. Zu welchen Themen wurden Kinder und Jugendliche im Rahmen dieser Veranstaltungen beteiligt oder informiert?

a) Bitte die jeweiligen Themenbereiche (z. B. Stadtentwicklung, Verkehrsplanung, Spiel- und Freiflächen, Schule, Kultur, Sport, Jugendhilfe, Klima- und Umweltschutz, Digitalisierung etc.) benennen.

b) Bitte angeben, ob es sich jeweils um reine Informationsveranstaltungen oder um echte Beteiligungsformate mit Möglichkeit zur Mitwirkung handelte.

  1. Welche Altersgruppen wurden bei den jeweiligen Veranstaltungen angesprochen bzw. erreicht?

a) Bitte nach Altersgruppen (z. B. unter 10 Jahre, 1013 Jahre, 1417 Jahre, 1821 Jahre) differenzieren, soweit entsprechende Daten vorliegen.

b) Bitte die jeweilige ungefähre Anzahl der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen angeben.

  1. Über welche Wege wurden Kinder und Jugendliche zu diesen Veranstaltungen eingeladen oder informiert?

a) Kooperation mit Schulen

b) Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit

c) Vereine und Initiativen

d) Social Media oder Internetangebote des Bezirksamtes

e) weitere Wege (bitte erläutern).

  1. Welche Kooperationen bestanden bei der Durchführung der Veranstaltungen?

a) Mit welchen Schulen, Jugendzentren, Trägern der Jugendhilfe, Vereinen oder Initiativen wurde jeweils zusammengearbeitet?

b) Welche Rolle übernahmen diese Partner (z. B. Organisation, Moderation, Ansprache der Zielgruppen)?

Antwort zu den Fragen 1a), 1b), 2a), 2b), 3a), 3b), 4a) bis 4e), 5a) und 5b):

Siehe Bericht zur Kinder- und Jugendbeteiligung im Bezirk 2020 und 2021 (siehe Anlage I) sowie Bericht zur Kinder- und Jugendbeteiligung im Bezirk 2022 und 2023 (siehe Anlage II). Der Bericht zur Kinder- und Jugendbeteiligung für die Jahre 2024 und 2025 wird im 2. Quartal 2026 veröffentlicht.

  1. Welche finanziellen Mittel wurden in den Jahren 2020 bis heute für Beteiligungs- und Informationsformate für Kinder und Jugendliche im Bezirk aufgewendet?

a) Bitte nach Jahren und Projekten aufschlüsseln.

b) Bitte angeben, ob die Mittel aus bezirklichen Haushaltsmitteln, Landesprogrammen oder Drittmitteln stammten.

Antwort zu den Fragen 6a) und 6b):

Der Einsatz von finanziellen Mitteln für die Beteiligungsformate von Kindern und Jugendlichen im Bezirk wird nicht erhoben. Da Beteiligungsformate fester Bestandteil der alltäglichen Arbeit sind, lässt sich der genaue Ressourceneinsatz ohnehin nicht ermitteln.

  1. Welche Ergebnisse oder Handlungsempfehlungen sind aus den jeweiligen Beteiligungsformaten hervorgegangen?

a) In welchen Fällen sind Vorschläge oder Anliegen von Kindern und Jugendlichen in konkrete Planungen oder Maßnahmen des Bezirksamtes eingeflossen?

b) Wie wird die Rückmeldung an die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen über den Umgang mit ihren Vorschlägen organisiert?

Antwort zu den Fragen 7a) und 7b):

Siehe Bericht zur Kinder- und Jugendbeteiligung im Bezirk 2020 und 2021 sowie Bericht zur Kinder- und Jugendbeteiligung im Bezirk 2022 und 2023. Der Bericht zur Kinder- und Jugendbeteiligung für die Jahre 2024 und 2025 wird im 2. Quartal 2026 veröffentlicht.

  1. Welche dauerhaften oder regelmäßigen Beteiligungsstrukturen für Kinder und Jugendliche existieren derzeit im Bezirk Eimsbüttel?

a) Gibt es feste Formate (z. B. Jugendforen, Jugendbeiräte, regelmäßige Dialogveranstaltungen)?

b) Falls ja: seit wann bestehen diese und wie häufig finden sie statt?

Antworten zu den Frage 8a) und 8b):

Im Bezirk Eimsbüttel gibt es keine festen, bezirksweiten Beteiligungsformate wie Jugendforen oder regelmäßige Dialogveranstaltungen speziell für Kinder und Jugendliche. Die Beteiligung bzw. Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen erfolgt z.B. in der Schule im Rahmen des §78 HmbSG, auf der Ebene der Bezirksverwaltung überwiegend projektbezogen nach §33 BezVG oder §3 BauGB sowie durch die Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA), die z.B. eine Beteiligung im täglichen Angebot der jeweiligen Einrichtungen ermöglichen.

  1. Wie bewertet das Bezirksamt insgesamt die Reichweite und Wirksamkeit der bisherigen Beteiligungsformate für Kinder und Jugendliche im Bezirk?

a) Welche Stärken und welche Herausforderungen sieht das Bezirksamt?

b) Welche Weiterentwicklungen oder neuen Formate sind künftig geplant?

Antwort zur Frage 9a):

Die Stärken bei den aktuellen Beteiligungsformaten liegen unter anderem in den Bereichen der projektbezogenen Beteiligung, der Methodenvielfalt, einer Kombination von analogen und digitalen Angeboten und der Offenheit gegenüber neuen Ansätzen.

Herausforderungen bestehen unter anderem darin, alle Zielgruppen, auch weniger sichtbare Personen, angemessen einzubeziehen, die passenden Beteiligungsformate auszuwählen und die Ergebnisse transparent zu kommunizieren. Darüber hinaus sind Beteiligungsprozesse arbeitsintensiv und erfordern personelle Ressourcen. Es gilt, die unterschiedlichen Erwartungshaltungen zu verdeutlichen, vielfältige Meinungen zu berücksichtigen sowie die Möglichkeiten und Grenzen der Beteiligung offen zu kommunizieren.

Antwort zur Frage 9b):

Das Bezirksamt Eimsbüttel entwickelt Beteiligungsangebote wie zum Beispiel digitale Formate und die Zufallsauswahl von Teilnehmenden kontinuierlich weiter, um möglichst viele Kinder und Jugendliche zu erreichen. Durch die Kombination von digitalen und analogen Formaten, eine barrierefreie Gestaltung, mehrsprachige Informationen und Angebote in leichter Sprache werden vielfältige und niedrigschwellige Zugänge zur Mitwirkung geschaffen. Somitnnen unterschiedliche Bedürfnisse und Präferenzen besser berücksichtigt werden.

  1. Welche strategischen Ziele verfolgt das Bezirksamt in den kommenden Jahren hinsichtlich der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im Bezirk Eimsbüttel?

Antwort zur Frage 10:

Das Bezirksamt Eimsbüttel entwickelt die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen kontinuierlich weiter. Ziel ist es, möglichst viele junge Menschen zu erreichen, ihre Mitwirkung sichtbar zu machen und das Vertrauen in die demokratischen Prozesse zu stärken. Innerhalb der Verwaltung werden deshalb Methoden und Formate regelmäßig reflektiert und weiterentwickelt, um die Beteiligungskultur für Kinder und Jugendliche nachhaltig zu verbessern.

Petitum/Beschluss

ohne

Anhänge

- Jahresbericht Kinder- und Jugendbeteiligung 2020-2021

- Bericht Kinder- und Jugendbeteiligung 2022 - 2023

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