Baumaßnahme im Grindelpark
Anfrage nach § 27 BezVG der Mitglieder der Bezirksversammlung Eimsbüttel,
Gabor Gottlieb, Roland Oehlmann, Simone Gastl (SPD-Fraktion)
Titel: Baumaßnahme im Grindelpark
Fortlaufende. Nr. 22-93
Eingangsdatum: 16.04.2026
Datum der Antwort: 27.05.2026
Die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) antwortet unter Beteiligung der Hamburger Energiewerke (HEnW) wie folgt:
Sachverhalt:
Die Hamburger Energiewerke treiben den Ausbau des städtischen Fernwärmenetzes voran. Ziel ist es, die Wärmeerzeugung und -verteilung langfristig unabhängig von fossilen Energieträgern zu gestalten und damit einen Beitrag zu den Klimaschutzzielen der Stadt Hamburg zu leisten.
Eine zentrale Maßnahme in diesem Zusammenhang ist der Neubau der ungefähr 4,7 km langen Fernwärmetrasse in den Bezirken Eimsbüttel und Nord. Neben dem Leitungsneubau werden entlang des Trassenverlaufs sanierungsbedürftige Bestandsleitungen erneuert und an die neue Hauptleitung angeschlossen.
Die Baumaßnahmen betreffen dabei in erheblichem Maße öffentliche Straßen und Grünflächen im Bezirk Eimsbüttel, darunter insbesondere die Parkanlage Grindelberg, wo im Bereich Hallerstraße 3 eine neue Pumpstationsanlage errichtet wird.
Die bis Mitte 2028 terminierte Baumaßnahme schränkt die Nutzung der Parkanlage deutlich ein und führt darüber hinaus zu erheblichen Lärmbelästigungen für die Anwohner*innen der angrenzenden Grindelhochhäuser.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die zuständige Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA):
Über die bereits bestehenden Informations- und Dialogangebote der Hamburger Energiewerke hinaus – wie die Dialogbox vor Ort, den Newsletter, die Webseite sowie Aushänge – haben Bürger:innen die Möglichkeit, Hinweise und Beschwerden telefonisch unter der Rufnummer 040 6396 3442 von montags bis freitags in der Zeit von 9 bis 18 Uhr einzureichen. Darüber hinaus können Anliegen jederzeit per E-Mail an das Postfach energiewende-hamburg@hamburger-energiewerke.de übermittelt werden. Zusätzlich ist für Juni 2026 eine Informationsveranstaltung für die Anwohnerinnen vorgesehen, bei der Beschwerden und Fragen unmittelbar adressiert werden können.
Seit dem Baubeginn Anfang 2026 sind bis zum 28. April 2026 insgesamt 24 Beschwerden im Zusammenhang mit den Baumaßnahmen eingegangen. Davon bezogen sich 8 Beschwerden explizit auf Lärmbelästigungen.
Die bis zum 24. April 2026 durchgeführten Schlitzwandarbeiten zählen zu den lärmintensivsten Bauphasen beim Bau der Pumpstation. Bereits vor Beginn dieser Arbeiten wurden die zu erwartenden Schallemissionen durch ein unabhängiges Baulärmgutachten bewertet. Auf Basis der dort gewonnenen Erkenntnisse wurden lärmmindernde Maßnahmen bereits in der Planungsphase berücksichtigt und die Bauweise auf das technisch geräuschärmste Verfahren ausgerichtet. Darüber hinaus werden moderne Baumaschinen eingesetzt, die dem aktuellen Stand der Schallminderungstechnik entsprechen.
Die lärmintensive Bauphase der Schlitzwanderstellung ist abgeschlossen. In den folgenden Bauabschnitten, wie dem Bodenaushub, dem Fundamentbau und dem Rohbau, ist mit einer deutlich geringeren Schallbelastung zu rechnen. Mit dem weiteren Baufortschritt werden die Arbeiten zunehmend in das Gebäudeinnere verlagert, sodass insgesamt eine schrittweise Abnahme der Lärmbelastung zu erwarten ist. Zu Beginn des kommenden Jahres ist nochmals eine vergleichsweise lärmintensivere Bauphase vorgesehen; über deren genauen Zeitraum werden die Anwohner:innen rechtzeitig informiert.
Mietminderungen sind grundsätzlich Angelegenheit des jeweiligen Vermieters.
Ja, nach aktuellem Planungsstand verläuft der Bauablauf planmäßig.
Beschluss: ohne
keine
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