22-2248

Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners im Bezirk Eimsbüttel

Kleine Anfrage gem. § 24 BezVG

Sachverhalt

Kleine Anfrage nach § 24 BezVG der Mitglieder der Bezirksversammlung Eimsbüttel,
Gabor Gottlieb, Nadine Regling-Armi (SPD-Fraktion)
Titel:Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners im Bezirk Eimsbüttel
Fortlaufende. Nr.: 22-186

Eingangsdatum: 11.05.2026
Datum derAntwort: 21.05.2026

Das Bezirksamt Eimsbüttel beantwortet die Kleine Anfrage wie folgt:

Sachverhalt:

Der Eichenprozessionsspinner breitet sich laut aktuellen Berichten auch in Hamburg seit mehreren Jahren leicht, aber kontinuierlich aus. Begünstigt durch steigende Temperaturen findet die Art insbesondere in einer eichenreichen Stadt wie Hamburg geeignete Lebensräume. Gleichzeitig gehen von den Raupen gesundheitliche Risiken für die Bevölkerung aus, insbesondere durch ihre Brennhaare, die allergische Reaktionen und Atemwegsbeschwerden verursachen können.

Die Bekämpfung erfolgt derzeit vor allem an Orten mit hoher Nutzung, etwa in Parks oder auf Spielplätzen, während Naturschutzgebiete ausgenommen sind.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie sich die Situation im Bezirk Eimsbüttel darstellt und welche Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung sowie zur weiteren Beobachtung und Eindämmung des Befalls ergriffen werden.

Vor diesem Hintergrund fragen wir den Bezirksamtsleiter:

  1. Wie viele Bäume waren in den Jahren 2023, 2024 und 2025 im Bezirk Eimsbüttel vom Befall mit dem Eichenprozessionsspinner betroffen, und an welchen Standorten? Bitte einzeln nach Jahren und Standorten aufführen.

Es liegen keine übergreifenden Daten zu Bäumen in verschiedenen Eigentumsverhältnissen vor. Die vorhandenen Daten beziehen sich auf Bäume in der Zuständigkeit des Fachamtes MR:

Bezirk Eimsbüttel

Jahr

Behandelte Bäume

2021

10

2022

13

2023

2024

1

2025

18

  1. Wie hat sich der Befall mit dem Eichenprozessionsspinner im Bezirk Eimsbüttel in den vergangenen fünf Jahren insgesamt entwickelt?

Es gibt im Bereich der Zuständigkeit MR einen Anstieg nach einem vorherigen Einbruch des Befalls.

  1. Welche Maßnahmen zur Bekämpfung bzw. Eindämmung des Eichenprozessionsspinners werden im Bezirk Eimsbüttel derzeit ergriffen?

Es wurde mechanisches Absaugen und CATEFIX angewendet

  1. In der Studie „Eichenprozessionsspinner im Drömling: Effizienz von Bekämpfungsmethoden und ihre Auswirkungen auf die Biodiversität“ der Hochschule Anhalt wurden verschiedene neuartige Bekämpfungsmethoden untersucht (z. B. BT-Toxine, EPS-Solve-Verfahren, Einsatz von Nematoden, Anbringen von Nistkästen). Wurden entsprechende oder vergleichbare Methoden im Bezirk Eimsbüttel erprobt? Wenn ja, mit welchen Ergebnissen? Wenn nein, aus welchen Gründen nicht?

In Eimsbüttel wurde bisher das Verkleben der Nester Methode CATEFIX mit positivem Ergebnis durchgeführt.

Wenn ja, mit welchen Ergebnissen?

Die Methode CATEFIX hat sich bisher als geeignet erwiesen.

Wenn nein, aus welchen Gründen nicht?

  1. Welche Präventionsmaßnahmen zur Eindämmung bzw. Verhinderung einer weiteren Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners wurden seit 2021 im Bezirk Eimsbüttel umgesetzt?

Bekannt Standorte mit EPS-Befall werden im Folgejahr wieder begangen.

Es handelt sich hierbei um eine hamburgweite Aufgabe welche zentral gesteuert werden muss um einen Effekt zu erzielen.

  1. Werden in Parkanlagen, Waldflächen und auf Spielplätzen regelmäßige Kontrollen auf Befall durchgeführt oder sind solche geplant? Wenn ja, wo und in welchen Intervallen erfolgen bzw. erfolgten diese Kontrollen? Wenn nein, warum nicht?

Es erfolgen keine präventiven gesonderten Kontrollen auf Befall mit EPS. Im Zuge der Routine Begehungen der Anlagen wird dies mitberücksichtigt.

Wenn ja, wo und in welchen Intervallen erfolgen bzw. erfolgten diese Kontrollen? Wenn nein, warum nicht?

Hierfür gibt es bisher noch kein Erfordernis.

  1. Wie wird die Bevölkerung über Vorkommen sowie gesundheitliche Risiken informiert?

Auf

https://www.hamburg.de/service/info/eichenprozessionsspinner-auf-offentlichem-grund-allgemeine-informationen/11386865/n0/

stellt die FHH Informationen bereit.

  1. An welchen Standorten im Bezirk Eimsbüttel wurden Warnhinweise aufgestellt bzw. sind weitere Beschilderungen geplant?

Beschilderungen werden bei Erfordernis aufgestellt. Dies war bisher noch nicht erforderlich. Aktuell sind keine Beschilderungen geplant

  1. Welche besonderen Schutzmaßnahmen werden an sensiblen Orten wie Kitas, Schulen, Spielplätzen und stark frequentierten Grünanlagen ergriffen?

Das Fachamt Management des öffentlichen Raumes entfernt in seinem Zuständigkeitsbereich die Nester an diesen Bereichen.

  1. Welche zuständige Stelle im Bezirksamt Eimsbüttel ist Ansprechpartnerin für den Umgang mit Befall auf privaten Flächen?

Wenn ein Befall auf einem privaten Grundstück vorliegt, sind die Eigentümerin oder Eigentümer dafür verantwortlich, die Raupen auf eigene Kosten von einer Fachfirma entfernen zu lassen. Das Pflanzenschutzamt berät dazu telefonisch unter der Telefonnummer 040 428 41 5220.

Petitum/Beschluss

Beschluss: ohne

Anhänge

keine

Lokalisation Beta
Eimsbüttel

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