Amphibienschutz in Hamburg-Eimsbüttel stärken Populationsentwicklung, Hotspots sichern, Querungshilfen ausbauen
Frösche, Kröten und Molche wandern jedes Frühjahr zu ihren Laichgewässern. Zersiedlung und zerschnittene Lebensräume – auch in Eimsbüttel – erschweren diese Wanderungen erheblich. Bei kühlen Temperaturen bewegen sich die wechselwarmen Tiere nur langsam; stark befahrene Straßen führen daher jedes Jahr zu hohen Verlusten. Der Straßenverkehr zählt neben Pestizideinsatz und dem Verlust von Feuchtlebensräumen zu den Hauptursachen des Bestandsrückgangs.
Dieser Rückgang ist ökologisch gravierend: Biodiversität ist ein Kreislaufsystem, in dem jede Art eine unverzichtbare Funktion erfüllt. Amphibien regulieren Insektenbestände, sind Nahrungsgrundlage für andere Arten und verbinden Wasser- und Landlebensräume. Verschwinden sie, geraten Nahrungsketten und Stoffkreisläufe aus dem Gleichgewicht, mit potenziell irreversiblen Folgen für ganze Ökosysteme und damit für unsere eigenen Lebensgrundlagen.
In Eimsbüttel engagiert sich insbesondere die NABU-Gruppe seit Jahren für den Schutz wandernder Amphibien. 2023 wurden Sondermittel zur Erneuerung und Verlängerung beschädigter Schutzzäune an drei Standorten im Niendorfer Gehege bereitgestellt. Dieses Engagement braucht verlässliche strukturelle Unterstützung.
Bereits 2013 wurden im Niendorfer Gehege elf Amphibienteiche neu angelegt. Umso wichtiger ist es, die Wanderkorridore dorthin dauerhaft zu sichern. Angesichts der negativen Bestandstrends von Grasfrosch und Erdkröte ist es erforderlich, bestehende Lebensräume konsequent zu erhalten, zu vernetzen und insbesondere an Hotspots neben temporären Zäunen auch dauerhafte Querungslösungen zu prüfen.
Mit der Referierendenenanforderung soll dafür eine fundierte fachliche Grundlage geschaffen werden
Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten,
Katrin Meyer, Juliane Papendorf und GRÜNE-Fraktion
Ann-Kathrin Riegel und SPD-Fraktion
keine
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