Alternativantrag zu 22-1430: Schulpartnerschaften und Schülerinnen- und Schüleraustausch mit Israel fördern
Letzte Beratung: 12.02.2026 Hauptausschuss Ö 9.2.1
Auch wenn es in den vergangenen Monaten punktuelle Fortschritte in der Situation im Nahen Osten gegeben hat, ist die Lage weiterhin von großem Leid geprägt. Neben den traumatischen Erfahrungen in Israel infolge des Terrorangriffs der Hamas ist auch die humanitäre Situation in den palästinensischen Gebieten von erheblichen Belastungen für die Zivilbevölkerung gekennzeichnet. Die komplexe politische und gesellschaftliche Gesamtlage wirkt sich auch hierzulande aus und führt zu Spannungen, Verunsicherung und teilweise Polarisierung – nicht zuletzt im schulischen Kontext.
Eimsbüttel nimmt mit seinen Stadtteilen im Kerngebiet eine besondere Stellung im Hinblick auf jüdisches Leben in Hamburg ein. Das Grindelviertel mit seinen vielfältigen jüdischen Einrichtungen sowie das Vorhaben zum Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge sind sichtbare Zeichen dieser Geschichte und Gegenwart. Daraus erwächst eine besondere Verantwortung, jüdisches Leben zu schützen und Antisemitismus entschlossen entgegenzutreten.
Internationale Schulpartnerschaften und Schülerinnen- und Schüleraustausche ermöglichen persönliche Begegnungen und eröffnen Einblicke in unterschiedliche Lebensrealitäten. Solche Erfahrungen fördern Verständigung, bauen Vorurteile ab und stärken gegenseitiges Verständnis – gerade in herausfordernden Zeiten.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie internationale Schulpartnerschaften weiter gestärkt und dieses Potenzial noch besser für Schule und Unterricht genutzt werden kann. Dabei sollte die notwendige Sensibilität für die komplexe Gesamtsituation im Nahen Osten gewahrt bleiben. Mit dieser Fragestellung befasst sich die Initiative „Austausch macht Schule“, die Schulen ermutigt, internationale Austauschmaßnahmen nachhaltig im Schulalltag zu verankern und dadurch Selbstsicherheit, Teamfähigkeit, Weltoffenheit und Sprachkompetenz der Schüler*innen zu fördern.
Mit dieser Thematik befasst sich die Initiative „Austausch macht Schule“, die von bilateralen Austauschorganisationen ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es, Schulen dabei zu unterstützen, internationale Austauschformate nachhaltig im Schulalltag zu verankern und so Selbstvertrauen, Teamfähigkeit, Weltoffenheit sowie Sprachkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu fördern.
Beschluss:
Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten,die Behörde für Schule und Bildung (BSB) zu ersuchen, eine Referentin oder einen Referenten sowie vorzugsweise eine Expertin oder einen Experten der Initiative „Austausch macht Schule“ in eine der nächsten Sitzungen des Ausschusses für Schule, Bildung und Integration (SchuBI) einzuladen.
In der Sitzung soll dargestellt werden, wie Schulpartnerschaften und gegebenenfalls zukünftige Schülerinnen- und Schüleraustausche zwischen Schulen aus dem Bezirk Eimsbüttel und Schulen in Israel sowie in den palästinensischen Gebieten auf bezirklicher Ebene unterstützt werden können.Dabei soll auch dargestellt werden, wie solche Austauschformate zur Förderung von Dialogfähigkeit, zur Prävention von Antisemitismus sowie zu einer differenzierten und reflektierten Auseinandersetzung mit der komplexen Situation im Nahen Osten beitragen können
Ali Mir Agha und GRÜNE-Fraktion
Gabor Gottlieb und SPD-Fraktion
keine
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