Protokoll
Sitzung des Jugendhilfeausschusses vom 24.02.2026

Ö 1

Öffentliche Fragestunde (Bürgerfragestunde) gem. § 23 GO

Es liegen keine Wortmeldungen vor.

Ö 2

Beschluss über die Tagesordnung

Frau Achilles bittet das Positionspapier zur Sicherung sozialer Angebotsstruktur für Familien imDoppelhaushalt 2027/2028 vom „ndnis Familienangebote sichern!“ mit auf die Tagesordnung zu nehmen.

 

Herr Veit schlägt vor, dieses unter dem Punkt „Verschiedenes“ zu beraten.

 

 

Der Ausschuss stimmt dem Vorschlag einstimmig zu.

 

 

Die so geänderte Tagesordnung wird einstimmig angenommen.

Ö 3

Treffpunkte für Kinder und Jugendliche (im öffentlichen Raum)

Schüler:innen der Gretel-Bergmann-Schule berichten von den Ergebnissen zweier Zukunftswerkstätten, an denen sie teilgenommen haben.

Sie stellen an Hand einer Präsentation dar, was ihnen in Bergedorf bereits gefällt (z. B. Körperhaus, Outdoor-Fitnessgeräte, Skatepark, Sportplätze), benennen aber auch zahlreiche Defizite und Wünsche. Die Präsentation wird dem Protokoll als Anlage beigefügt.

 

Im Anschluss erfolgt eine Diskussion mit den Schüler:innen um zu eruieren, welche Wünsche auch kurzfristig umgesetzt werden können.

 

Herr Baumann fragt, ob die Jugendlichen die bestehenden Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit kennen und nutzen.

 

Die Schüler:innen berichten, dass sie einige Angebote kennen (z. B. Mädchentreff, Steinjuz), aber sich vor allem frei zugängliche, nicht an bestimmte Zielgruppen gebundene und ruhigere Orte wünschen.

 

Frau Arthur fragt nach, ob die Jugendlichen eher neue Orte wünschen oder bestehende Einrichtungen angepasst werden sollten.

 

Die Schüler:innen sprechen sich für beides aus: Nutzung leerstehender Gebäude, Anpassung bestehender Räume (z. B. mehr Sitzplätze im Körperhaus) und ggf. Schaffung neuer Angebote.

 

Frau Feiler-Siegert hebt hervor, dass die Wünsche der Jugendlichen grundlegende Bedürfnisse widerspiegeln (Schutz, Ruhe, Zugang zu Infrastruktur) und betont die gesellschaftliche Verantwortung, diese zu erfüllen.

 

Frau Lewandowski betont die Notwendigkeit, im Austausch mit den Jugendlichen zu bleiben, um geplante Maßnahmen an deren tatsächlichen Bedürfnissen auszurichten.

 

Die Schüler:innen konkretisieren ihre Wünsche nach mehr Sitzgelegenheiten, insbesondere an zentralen Orten wie dem CCB, im Park hinter dem Schloss und an Bushaltestellen. Sie wünschen sich auch überdachte Sitzgruppen mit Lademöglichkeiten und Wasserspendern.

 

Herr Veit fragt nach dem Bedarf an Outdoor-Lernorten. Die Schüler:innen wünschen sich überdachte Tische und Bänke, die auch für Gruppenarbeiten geeignet sind, mit Stromanschluss und Wasserspendern. Die Bedeutung von Steckdosen und WLAN wird mehrfach betont, da das schulische Arbeiten zunehmend digital erfolgt.

 

Die Schüler:innen wünschen sich, dass bestehende Jugendtreffs und Bibliotheken längere Öffnungszeiten haben, um auch abends und am Wochenende nutzbar zu sein.

Die Jugendlichen regen an, dass die Verwaltung und Politik Social Media stärker nutzen, um über bestehende Angebote zu informieren, da viele Jugendliche diese nicht kennen.

 

Herr Momenzada informiert, dass Trinkwasserspender in Hamburg geplant sind und auch in Bergedorf aufgestellt werden sollen.

 

Frau Jungblut und weitere Ausschussmitglieder sichern zu, die Anregungen aufzunehmen, zu prüfen, was bereits in Planung ist, und Rückmeldung zu geben.

Es wird zugesagt, die Jugendlichen über geplante Maßnahmen zu informieren und sie weiterhin einzubinden.

 

Die Verwaltung prüft, welche bestehenden Räume und Flächen (z. B. leerstehende Gebäude, Schulhöfe, Sportplätze) für die gewünschten Zwecke genutzt werden können.

Die Idee, Social Media und eine zentrale Homepage für die Bewerbung von Angeboten zu nutzen, wird aufgenommen.

 


Anlagen
Präsentation Jugendliche öffentlicher Raum (4737 KB)

Ö 4

Fragen an die Verwaltung

Es liegen keine Fragen vor.

Ö 5

Berichte aus den Ausschüssen

Es liegen keine Berichte vor.

Ö 6

Mitteilung der Verwaltung

Es liegen keine Mitteilungen vor.

Ö 7

Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaften § 78 SGB VIII

Es liegen keine Mitteilungen vor.

Ö 8

Mitteilung der freien Träger

Es liegen keine Mitteilungen vor.

Ö 9

Verschiedenes

Frau Liedtke fragt nach der Einladung von GreenKids.

 

Herr Veit berichtet, dass von Seiten des Trägers nach seinem Besuch grundsätzlich ein Einverständnis vorlag, er dieses aber jedoch aus den Augen verloren habe.

Ö 9.1

Einladung der Senatorin der Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung, Vorstellung des Bereiches "Familie und Jugend" bzw. der Staatsrätin in den Jugendhilfeausschuss

Herr Veit berichtet, dass die Behörde von der Entsendung eines Referenten abgesehen hat und stattdessen um Übersendung von Fragen gebeten habe.

 

Frau Albert und Herr Meyer sprechen sich dafür aus, an der Einladung festzuhalten und ggf. öffentlichkeitswirksam nachzuhaken.

 

Herr Baumann schlägt vor, die Möglichkeit zu nutzen, Fragen über den Landesjugendhilfeausschuss (LJHA) einzubringen.

 

Herr Dr. Hartmann berichtet als Mitglied des LJHA, dass hier ebenfalls eine Einladung ausgesprochen wurde. Sofern die Einladung vorliegt, werde er diese an das Gremienbüro weiterleiten.

 

 

Protokollnotiz:

Die Nachfrage bei der Geschäftsstelle des LJHA hat ergeben, dass die Staatsrätin bei der Konstituierung des Ausschusses anwesend war und sich hier den Mitgliedern vorgestellt hat. Eine erneute Einladung in den LJHA ist bisher nicht vorgesehen. Es steht den Mitgliedern der bezirklichen Jugendhilfeausschüsse frei, sich über die Homepage Landesjugendhilfeausschuss - hamburg.de <https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/behoerden/sozialbehoerde/wir-ueber-uns/landesjugendhilfeausschuss> über die anstehenden Sitzungen zu informieren und an den Sitzungen teilzunehmen.

 

Frau Lewandowski betont, dass der persönliche Austausch wichtig ist, insbesondere vor dem Hintergrund der neuen Zuständigkeit der Jugendhilfe unter dem Dach der Schulbehörde.

 

Der Jugendhilfeausschuss beschließt daher einstimmig, an seiner Einladung

festzuhalten und bittet die BSFB um eine Terminabstimmung mit dem Gremienbüro.

Ö 9.2

Positionspapier zur Sicherung sozialer Angebotsstruktur für Familien im Doppelhaushalt 2027/2028 vom „Bündnis Familienangebote sichern!“

Aus der Überlegung heraus, die März-Sitzung ausfallen zulassen, erfolgt eine Sitzungsunterbrechung von 19:00 - 19:05 Uhr zur Einarbeitung in das Thema.

 

Frau Achilles stellt das Positionspapier der Hamburger Kinder- und Familienhilfezentren vor. Sie erläutert, dass das Papier erst am Vortag an die Senatorin, den Senator, die Presse und die Verbände verschickt wurde. Es fordert insbesondere eine Sicherstellung der Angebotslandschaft ohne weitere Kürzungen und eine mehrjährige, dynamische Finanzierung (drei bis fünf Jahre) für Projekte und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. Sie betont, dass das Papier bereits von mehreren Jugendhilfeausschüssen unterstützt wurde und dies auch in Bergedorf geschehen sollte. Eine inhaltliche Änderung sei nicht mehr möglich, da das Papier bereits verschickt wurde.

 

Der Ausschuss unterstützt die Forderungen aus dem Positionspapier und beschließt daher einstimmig folgendes Petitum:

 

Der Jugendhilfeausschuss unterstützt das Positionspapier, teilt dessen Argumentation und erkennt die darin dargestellte Notwendigkeit an, die sich auch in seinem örtlichen Zuständigkeitsbereich abbilden. Er fordert die zuständigen Behörden auf, die im Positionspapier formulierten Erfordernisse für eine gute sozialräumliche Infrastruktur entsprechend umzusetzen.

 

 


Anlagen
22-0727 Positionspapier Sicherung sozialer Angebotsstruktur von Familien_Bericht (55 KB)

Ö 9.3

März-Sitzung

Herr Veit berichtet, dass für die März-Sitzung keine Themen vorliegen und schlägt vor, diese aussetzen.

 

Der Ausschuss beschließt einstimmig, dass der Sitzungstermin im März entfällt.

 

Ö 10

Genehmigung der öffentlichen Niederschrift der Sitzung vom 27.01.2026

Die Niederschrift wird einvernehmlich angenommen.

Ö 12

Formulierung von Fragen an die Verwaltung