22-0949

Verkehrsversuch - Rennradunfälle auf dem Hauptdeich Vier- und Marschlande verhindern

Antrag

Letzte Beratung: 27.08.2026 Bezirksversammlung Bergedorf Ö 12.10

Sachverhalt

Antrag

der BAbg. Froh, Pelch und Fraktion der CDU

des BAbg. Veit, Jarchow und SPD-Fraktion

In den letzten Jahren hat nicht nur der motorisierte Straßenverkehr in den Vier- und Marschlanden stetig zugenommen, sondern auch der Fahrradverkehr. Dadurch kommt es nicht nur auf dem Hauptdeich zu Konflikten, sondern auch auf den engen Deichstraßen und dem Marschenbahndamm.

Seit der Corona-Zeit ist darüber hinaus Rennradfahren zunehmend ein Massen-Trendsport geworden. Die Vier- und Marschlande sind als Trainingsstrecke entdeckt worden und werden auch durch Radsportverbände beworben.

Unfälle von Rennradfahrern, die auf stehende Pkw auffahren, nehmen zu und dabei kommt es leider häufig zu schweren Verletzungen und auch Todesfällen. Die Problemlage ist bekannt und weitere Maßnahmen der Unfallverhütung müssen angedacht werden. In erster Linie ist allerdings weiterhin auf die Eigenverantwortlichkeit der Rennradfahrenden bei der Teilnahme am Straßenverkehr hinzuweisen. Die darauf ausgerichteten Aktionen der Polizei vor Ort und in den sozialen Medien mit der Aktion „Kopf hoch“ scheinen aber offensichtlich nicht ausreichend zu sein.

Deshalb gab es auf Einladung der Bezirksamtsleiterin einen Arbeitskreis, an dem Vertreter der Politik sowie Verantwortliche aus Verwaltung und Radsportverband teilgenommen haben, um Lösungen zur Vermeidung dieser Art von Unfällen zu finden.

Ein durchgehendes Halteverbot wurde als nicht zielführend angesehen, auch weil es ein falsches Sicherheitsgefühl signalisiert. Auch eine Sperrung für Fahrzeuge zu bestimmten Zeiten lehnten die teilnehmenden Fraktionen, ebenso wie die zuständigen Verwaltungseben, ab.

Als ein Ansatz soll am Hauptdeich ein Verkehrsversuch mit Piktogrammen geprüft und umgesetzt werden. Hierdurch soll die Aufmerksamkeit der Radrennfahrer erhöht werden, wodurch Auffahrunfälle und sonstige Gefahrensituationen reduziert werden könnten. Neben der Kombination aus Rüttelstreifen und farblichen Hinweisen („Kopf hoch“) auf der Straße, möglichst in Farben die nicht der StVO entsprechen, sollen weitere Präventionsmaßnahmen geprüft werden.

Es wäre wünschenswert, noch im Laufe dieses Jahres auf einem geeigneten Abschnitt des Hauptdeichs in Kirchwerder einen Verkehrsversuch zu starten und diesen fachlich zu begleiten sowie zu evaluieren.

Petitum/Beschluss

Die Bezirksversammlung möge beschließen:

  1. Die Bezirksamtsleiterin wird gebeten, gemeinsam mit den fachlich zuständigen Dienststellen, der Polizei sowie dem zuständigen Radsportverband zu prüfen, welcher Abschnitt am Hauptdeich in Kirchwerder für die Durchführung eines Verkehrsversuchs zur Vermeidung von Rennradunfällen geeignet ist, um in beiden Fahrtrichtungen Maßnahmen für die Erhöhung der Aufmerksamkeit der Rennradfahrenden umsetzen zu können.
  2. Im Rahmen der Prüfung soll der Einsatz farbiger Fahrbahnmarkierungen, von Piktogrammen sowie von Rüttelstreifen, berücksichtigt werden.
  3. Der Verkehrsversuch soll fachlich begleitet und evaluiert werden.
  4. Das Ergebnis der Prüfung sowie ggf. die Umsetzung und Auswertung der Maßnahmen sind dem V + I, unter Zuladung des Regionalausschusses, vorzustellen.
Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
27.08.2026
Ö 12.10
Anhänge

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Lokalisation Beta
Altenwerder Hauptdeich Köhlfleet-Hauptdeich Kirchwerder

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