Verkehrsversuch - Rennradunfälle auf dem Hauptdeich Vier- und Marschlande verhindern
Letzte Beratung: 27.08.2026 Bezirksversammlung Bergedorf Ö 12.10
Antrag
der BAbg. Froh, Pelch und Fraktion der CDU
des BAbg. Veit, Jarchow und SPD-Fraktion
In den letzten Jahren hat nicht nur der motorisierte Straßenverkehr in den Vier- und Marschlanden stetig zugenommen, sondern auch der Fahrradverkehr. Dadurch kommt es nicht nur auf dem Hauptdeich zu Konflikten, sondern auch auf den engen Deichstraßen und dem Marschenbahndamm.
Seit der Corona-Zeit ist darüber hinaus Rennradfahren zunehmend ein Massen-Trendsport geworden. Die Vier- und Marschlande sind als Trainingsstrecke entdeckt worden und werden auch durch Radsportverbände beworben.
Unfälle von Rennradfahrern, die auf stehende Pkw auffahren, nehmen zu und dabei kommt es leider häufig zu schweren Verletzungen und auch Todesfällen. Die Problemlage ist bekannt und weitere Maßnahmen der Unfallverhütung müssen angedacht werden. In erster Linie ist allerdings weiterhin auf die Eigenverantwortlichkeit der Rennradfahrenden bei der Teilnahme am Straßenverkehr hinzuweisen. Die darauf ausgerichteten Aktionen der Polizei vor Ort und in den sozialen Medien mit der Aktion „Kopf hoch“ scheinen aber offensichtlich nicht ausreichend zu sein.
Deshalb gab es auf Einladung der Bezirksamtsleiterin einen Arbeitskreis, an dem Vertreter der Politik sowie Verantwortliche aus Verwaltung und Radsportverband teilgenommen haben, um Lösungen zur Vermeidung dieser Art von Unfällen zu finden.
Ein durchgehendes Halteverbot wurde als nicht zielführend angesehen, auch weil es ein falsches Sicherheitsgefühl signalisiert. Auch eine Sperrung für Fahrzeuge zu bestimmten Zeiten lehnten die teilnehmenden Fraktionen, ebenso wie die zuständigen Verwaltungseben, ab.
Als ein Ansatz soll am Hauptdeich ein Verkehrsversuch mit Piktogrammen geprüft und umgesetzt werden. Hierdurch soll die Aufmerksamkeit der Radrennfahrer erhöht werden, wodurch Auffahrunfälle und sonstige Gefahrensituationen reduziert werden könnten. Neben der Kombination aus Rüttelstreifen und farblichen Hinweisen („Kopf hoch“) auf der Straße, möglichst in Farben die nicht der StVO entsprechen, sollen weitere Präventionsmaßnahmen geprüft werden.
Es wäre wünschenswert, noch im Laufe dieses Jahres auf einem geeigneten Abschnitt des Hauptdeichs in Kirchwerder einen Verkehrsversuch zu starten und diesen fachlich zu begleiten sowie zu evaluieren.
Die Bezirksversammlung möge beschließen:
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