Veränderungen und bauliche Maßnahmen in der Boberger Niederung
Letzte Beratung: 28.05.2026 Bezirksversammlung Bergedorf Ö 6.5
Auskunftsersuchen
der BAbg. Krohn, Seiler, Winkelbach, Meyer, Zimmermann, Unbehauen, Schander
und der AfD-Fraktion Bergedorf
Sachverhalt:
Die Boberger Niederung zählt zu den ökologisch bedeutendsten Natur- und Landschaftsräumen im Bezirk Bergedorf und besitzt als Natura-2000- beziehungsweise FFH-Gebiet einen besonderen Schutzstatus. Das Gebiet erfüllt wichtige Funktionen für Artenvielfalt, Landschaftsschutz, Naherholung und Umweltbildung. Gleichzeitig ist die Niederung in den vergangenen Jahren zunehmend von Maßnahmen zur Besucherlenkung, Freizeitnutzung und landschaftlichen Gestaltung betroffen gewesen.
Nach aktuellen Beobachtungen wurden innerhalb der letzten Monate im Bereich der Niederung neue landschaftsbauliche Elemente geschaffen, darunter künstlich angelegte Sandflächen beziehungsweise Dünenstrukturen sowie ein neu angelegtes Gewässer im Bereich des Walter-Hammer-Weges. Vor diesem Hintergrund stellen sich Fragen hinsichtlich der naturschutzfachlichen Zielsetzung dieser Maßnahmen, ihrer Vereinbarkeit mit dem Schutzstatus des Gebietes sowie möglicher Auswirkungen auf bestehende Lebensräume und Artenbestände.
Vor diesem Hintergrund fragen wir:
1. Handelt es sich bei den neu angelegten Sandflächen beziehungsweise Dünenstrukturen sowie dem neu geschaffenen Gewässer um Maßnahmen aus dem Pflege- und Entwicklungsplan (PEP) für die Boberger Niederung? Falls ja: Welche konkreten Maßnahmen des PEP werden hier umgesetzt?
2. Welche Kosten sind durch diese Maßnahmen entstanden und aus welchen Haushaltsmitteln, Förderprogrammen oder sonstigen Finanzierungsquellen wurden sie finanziert?
3. Welche Auswirkungen auf bestehende Lebensräume sowie auf geschützte oder gefährdete Tier- und Pflanzenarten werden durch die Maßnahmen erwartet?
4. Wird ein Monitoring der ökologischen Auswirkungen durchgeführt?
Falls ja: In welcher Form und durch welche Stellen?
5. Welche Maschinen und technischen Geräte kamen bei den Erd- und Landschaftsbauarbeiten innerhalb des Schutzgebietes zum Einsatz?
6. Wie viele Tonnen Sand wurden im Rahmen der Maßnahmen aufgebracht und woher stammt das verwendete Material?
7. Welche Auswirkungen auf Insekten, Bodenfauna und weitere Artengruppen wurden im Vorfeld prognostiziert?
8. Welche Maßnahmen zur Vermeidung oder Verringerung möglicher negativer Auswirkungen wurden vorgesehen?
9. Welche konkreten Eingriffe, Umgestaltungen oder landschaftsbaulichen Maßnahmen wurden innerhalb dervergangenen zwölf Monate in der Boberger Niederung durchgeführt?
10. Welche weiteren Maßnahmen oder Veränderungen im Gebiet befinden sich derzeit in Planung oder Vorbereitung?
11. Welche Behörden, Dienststellen, externen Planungsbüros, Naturschutzverbände oder sonstigen Akteure waren beziehungsweise sind an Planung, Genehmigung, Finanzierung und Umsetzung der Maßnahmen beteiligt?
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