22-0812

Umgang des Bezirksamtes Bergedorf mit wiederholt problematischen Gastrednern bei der geplanten Veranstaltung der DITIB-Gemeinde Bergedorf auf dem Frascati Platz

Kleine Anfrage nach § 24 BezVG

Sachverhalt

Kleine Anfrage

der BAbg. Jacobsen und der FDP-Gruppe

Am 5. Mai 2026 hat der FDPPolitiker und Journalist Eren Güvercin auf X einen Beitrag veröffentlicht, in dem er auf den für die Veranstaltung der DITIB-Gemeinde Bergedorf (KocatepeCami) auf dem FrascatiPlatz angekündigten neuen Gastredner, hinweist.

Sertaç Abi, ist ein in der Türkei sehr bekannter Influencer, der Kinderprogramme macht als Stand up. Er hat mehrere Hundertausend Follower. U.a. für menschenverachtende Inhalte, oft verpackt in eine pseudoreligiöse oder moralische Rechtfertigung. Er teilt ein Video von iranischen Raketen, die in Tel Aviv einschlagen mit Musik mit einem tanzenden Kleinkind und folgendem Text:

Der best Clip ist da, wie findet Ihr Ihn? BOOM BOOM TEL AVIV Lachsmiley.

Nach bisherigen Darstellungen handelt es sich hierbei bereits um den siebten umstrittenen bzw. problematischen Referenten im Zusammenhang mit dieser Veranstaltung bzw. deren Umfeld. Mehrere dieser Redner werden in der Berichterstattung u.a. wegen antisemitischer Aussagen, Terrorverherrlichung sowie antisemitischer Polemik kritisiert.

Vor diesem Hintergrund frage ich das Bezirksamt Bergedorf:

  1. Wie hat das Bezirksamt die bisherigen Kritikpunkte zu einzelnen Rednern und den massiven medialen und politischen Diskursen zum Thema eingeordnet?
  2. Welche konkreten Maßnahmen hat das Bezirksamt gegenüber der DITIB-Gemeinde Bergedorf ergriffen oder angekündigt, um sicherzustellen, dass auf der Veranstaltung keine Personen sprechen, die strafrechtlich relevante oder extremistische Inhalte verbreiten?
  3. Inwieweit hat oder wird das Bezirksamt andere Behörden (insbesondere Verfassungsschutz, Innenbehörde, Polizei) in die Bewertung des Programms einbeziehen?
  4. Nach welchen Kriterien prüft das Bezirksamt künftig die Nutzung des FrascatiPlatzes bzw. weiterer öffentlicher Flächen im Bezirk durch Veranstalter, die religiöse oder politisch sensible Inhalte vermitteln?
  5. Wie bewertet das Bezirksamt die Tatsache, dass die DITIB-Gemeinde Bergedorf bereits in der Vergangenheit Gastredner mit problematischer Haltung eingeladen hat, und welche Konsequenzen zieht es hieraus für die Vergabe von Räumen und Genehmigungen?
Petitum/Beschluss

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