Moderne E-Mobilitätsinfrastruktur an der KZ-Gedenkstätte Neuengamme zeitnah realisieren
Letzte Beratung: 30.04.2026 Bezirksversammlung Bergedorf Ö 12.2
Antrag
der BAbg. Krohn, Seiler, Winkelbach, Meyer, Zimmermann, Unbehauen, Schander
und der AfD Fraktion Bergedorf
Die Besucherzahlen der KZ-Gedenkstätte Neuengamme steigen seit Jahren kontinuierlich an – von rund 105.000 im Jahr 2023auf fast 114.000 im Jahr 2025. Trotz dieser positiven Entwicklung hinkt die technische Infrastruktur vor Ort dem Bedarf hinterher.
Wie die Antwort des Senats auf die Schriftliche Kleine Anfrage (Drs. 23/3636) bestätigt, existieren aktuell keinerlei Lademöglichkeiten auf dem Gelände. Obwohl seit Anfang 2025 Gespräche zwischen den Hamburger Energiewerken und der Stiftung stattfinden und ein Standort identifiziert wurde, mangelt es bislang an einem konkreten Zeitplan und der technischen Umsetzung.
Es ist nicht nachvollziehbar, warum die E-Mobilität im ländlichen Raum Bergedorfs derart vernachlässigt wird. Während in der Hamburger Innenstadt Parkräume durch Ladesäulen massiv eingeschränkt werden, bietet der ländliche Raum – insbesondere an hochfrequentierten Bildungsorten wie Neuengamme – das Potenzial, E-Infrastruktur sinnvoll und flächenschonend zu integrieren.
Um den Besuchern einen zeitgemäßen, serviceorientierten und ökologisch nachhaltigen Zugang zu ermöglichen, müssen die baulichen Hürden (Gefälleausgleich, Oberflächenbefestigung) umgehend genommen werden. Ein "Abwarten" bei jährlich steigenden Besucherströmen ist den Bürgern und Besuchern nicht länger vermittelbar
Die Bezirksversammlung möge beschließen:
Das Bezirksamt Bergedorf wird gemäß § 19 BezVG aufgefordert, sich gegenüber den zuständigen Fachbehörden (BWI/BUKEA), der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte (SHGL) sowie den Hamburger Energiewerken Mobil (HEnW Mobil) dafür einzusetzen, dass:
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