Katastrophenschutz stärken: Mehr Schwimmzeiten in Bergedorf für Rettungsschwimmerausbildungen
Letzte Beratung: 30.04.2026 Bezirksversammlung Bergedorf Ö 12.6
Antrag
der BAbg Pelch, Froh, Dietrich und Fraktion der CDU
Die aktuelle weltpolitische Lage sowie zunehmende Anforderungen im Bereich des Katastrophen- und Zivilschutzes machen deutlich, dass funktionierende Rettungsstrukturen vor Ort unverzichtbar sind. Neben Feuerwehr, THW und weiteren Hilfsorganisationen spielen insbesondere qualifizierte Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer eine zentrale Rolle bei der Bewältigung von Notlagen, sei es bei Hochwasserereignissen, Großschadenslagen oder Badeunfällen.
Im Bezirk Bergedorf ist jedoch im Vergleich zu den anderen Hamburger Bezirken in den letzten Jahren ein deutlicher Mangel an nachrückenden Rettungsschwimmern festzustellen. Dieses ist im Kern auf fehlende Schwimmzeiten, in geeigneten zentralen Schwimmbädern, zurückzuführen. Neue Mitglieder für die entsprechenden Organisationen werden nahezu ausschließlich über die Rettungsschwimmerausbildung gewonnen.
Hier besteht im Bezirk Bergedorf, im Vergleich zu den anderen Bezirken, ein erhebliches Defizit. Derzeit steht mit dem Bille-Bad lediglich eine geeignete Schwimmhalle zur Verfügung, deren Kapazitäten bereits jetzt stark ausgelastet sind. Zusätzliche Wasserzeiten für die Ausbildung von Rettungsschwimmern sind kaum oder gar nicht verfügbar.
Das geplante Schwimmbad in Oberbillwerder wird zwar perspektivisch eine Entlastung bringen, jedoch ist dessen Realisierung erst in einigen Jahren zu erwarten. Zudem ist bereits jetzt absehbar, dass auch dieses Bad allein nicht ausreichen wird, um den steigenden Bedarf – insbesondere vor dem Hintergrund wachsender Bevölkerungszahlen – zu decken.Für die Rettungsschwimmerausbildung sind zudem spezifische Anforderungen an die Infrastruktur notwendig, insbesondere Becken mit einer Länge von mindestens 25 Metern sowie ausreichender Tiefe. Diese Voraussetzungen müssen bei zukünftigen Planungen zwingend berücksichtigt werden.
Hamburg weite Erhebungen zeigen zudem, dass rund 20 % der Grundschulkinder nicht schwimmen können. Auch die fehlenden Schwimmzeiten für Schüler sind mit zu berücksichtigen.
Vor diesem Hintergrund ist es dringend erforderlich, die Schwimminfrastruktur im Bezirk Bergedorf gezielt auszubauen und insbesondere die Rahmenbedingungen für die Rettungsschwimmerausbildung deutlich zu verbessern.
Um kurzfristig und mittelfristig Verbesserungen zu erzielen, sind neben dem Neubau eines weiteren Schwimmbades auch alternative Lösungen zu prüfen. Hierzu zählen beispielsweise die saisonale Überdachung geeigneter Freibäder, um diese ganzjährig für Ausbildungszwecke nutzbar zu machen, wie es in anderen Kommunen bereits erfolgreich umgesetzt wurde.
Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung beschließen:
Die Bezirksamtsleiterin wird gebeten, sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen,
---
Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.