Institutionelle Förderung von LOOKI e.V. als städtische Auffangstation für Wildtiere
Letzte Beratung: 30.04.2026 Bezirksversammlung Bergedorf Ö 12.8
Antrag
der BAbg. Emrich, Zaum, Wegner und Fraktion der CDU
In Bergedorf gibt es seit dem Jahr 2010 den Verein LOOKI e.V., der sich für den Tierschutz engagiert.
Die Ehrenamtlichen von LOOKI e.V. arbeiten engagiert mit viel Leidenschaft und sehr professionell zum Wohle von Wildtieren. Insbesondere kranke oder verletzte Igel und Eichhörnchen werden über Wochen hinweg gepflegt und nach erfolgreicher Behandlung wieder ausgewildert. Mittlerweile werden dort parallel konstant mehrere Hundert Tiere versorgt.
Die Arbeit von LOOKI e.V. wird aktuell ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziert. Es gibt bislang keine regelhafte strukturelle städtische Zuwendung. Daher hat die Bezirksversammlung Bergedorf in den letzten Jahren mehrfach mit Sondermitteln die wertvolle Arbeit unterstützt und beispielsweise eine Solaranlage fürdie Tierkrankenstation finanziert oder Kosten für Tierärzte bezuschusst. Um die wertvolle Arbeit von LOOKI e.V. langfristig im bisherigen Umfang weiter zu ermöglichen, ist eine regelhafte strukturelle Förderung erforderlich.
Die Freie und Hansestadt Hamburg betreibt keine eigene Wildtierauffangstation und hat bislang auch kein Konzept entwickelt, wie die Versorgung verletzter und verwaister Wildtiere im Stadtgebiet strukturell sichergestellt werden soll. Diese Leerstelle hat zur Folge, dass ehrenamtliche,spendenfinanzierte Initiativen wie LOOKI e.V. de facto eine staatliche Aufgabe übernehmen, ohne dafür angemessen ausgestattet zu sein. Die nächstgelegene anerkannte Wildtierauffangstation ist das Wildtier- und Artenschutzzentrum im Kreis Pinneberg, rund 30 km außerhalb Hamburgs in Schleswig-Holstein, das sich ebenfalls überwiegend aus privaten Spenden finanziert.
In Ermangelung von Plätzen für verunfallte und verletzte Wildtiere in Hamburg verbringt die Polizei diese daher zum Teil zu entsprechenden Auffangstationen nach Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Dieses Prozedere ist umständlich, kostet viel Zeit und Geld und dient zudem nicht dem Tierwohl, um das es hier wesentlich geht.
Die Stadt Hamburg steht in der Verantwortung, sich um verletzte heimische Wildtiere vor Ort zu kümmern. Die finanzielle Förderung des LOOKI e.V. wäre eine mögliche Lösung. Die nötige Förderung bzw. eine vertragliche Vergütung soll dabei ausdrücklich auf heimische Wildtiere abzielen. Für invasive Arten wie z. B. Waschbären oder Nutrias, gilt hingegen, dass ihre Auswilderung rechtlich nicht möglich und ökologisch nicht vertretbar ist und daher nicht Gegenstand dieser Förderung sind.
Wir beantragen daher, die Bezirksversammlung möge beschließen:
Die Bezirksversammlung Bergedorf bittet die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) nach §27 Bezirksverwaltungsgesetz,
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