Hotelkosten für Geflüchtete
Auskunftsersuchen
der BAbg. Krohn, Seiler, Winkelbach, Meyer, Zimmermann, Unbehauen, Schander
und der AfD Fraktion Bergedorf
Die Übernahme von Hotelkosten für Geflüchtete ist ein sensibles und kontroverses Thema. In vielen Fällen werden Hotels als vorübergehende Unterkünfte genutzt, um Menschen in akuten Notsituationen unterzubringen, während sie auf eine langfristige Lösung warten.
Die Kostenübernahme durch staatliche Stellen oder gemeinnützige Organisationen kann eine wichtige Maßnahme sein, um Obdachlosigkeit zu vermeiden und grundlegende Bedürfnisse zu decken. Dennoch wirft dies auch Fragen hinsichtlich der Effizienz, der finanziellen Belastung und der Integration auf. Eine ausgewogene Herangehensweise erfordert die Abwägung von humanitären Aspekten mit finanzieller Verantwortung und langfristigen Integrationsstrategien, um Geflüchteten angemessene Unterstützung und Perspektiven zu bieten.
Vor diesem Hintergrund fragen wir:
1. Könnten Sie bitte Auskunft darüber geben, wie viele Geflüchtete derzeit in Hotels in Bergedorf untergebracht sind (2026)?
2. Wie hat sich die Anzahl der in Hotels untergebrachten Geflüchteten in Bergedorf seit 2023 entwickelt (monatlich)? Wie ist der Anteil der Hotelunterbringungen im Vergleich zu anderen Unterbringungsformen?
3. Welche Auswirkung hat die Hotelunterbringung auf den lokalen Wohnungs- und Hotelmarkt in Bergedorf?
4. Wie lange verbleiben Geflüchtete durchschnittlich in Hotelunterkünften und wie viele Fälle überschreiten eine Dauer von 3 bzw. 6 Monaten?
5. Ist im Hotelunterkunftspaket auch die Verpflegung der Geflüchteten enthalten?
6. Wie sind die Kosten / Nacht / Person aufgeteilt nach Unterbringung und Verpflegung? Gibt es weitere Kosten (z.B. Sondernutzung, Reinigung, Reparaturen)?
7. Wie haben sich diese Kosten entwickelt seit 2023? Wie haben sich die Kosten entwickelt im Vergleich zu anderen Unterbringungsformen?
8. Um ein besseres Verständnis der Kostenstruktur zu erlangen, wären wir interessiert zu erfahren, welche Gesamtausgaben im Monat März 2026 sowohl für die Hotelunterbringung als auch für die Verpflegung angefallen sind. Wie sind die Gesamtausgaben für das Jahr 2025 gewesen?
9. Gibt es bereits konkrete Pläne für künftige Hotelunterbringungen von Geflüchteten? Falls ja, wie viele zusätzliche Betten sind in diesen Plänen vorgesehen?
10. Nach welchen Kriterien entscheidet der Senat über den Einsatz von Hotels anstelle kostengünstigerer Alternativen? Welche Maßnahmen wurden getroffen, um Hotelunterbringungen zu reduzieren oder ganz zu vermeiden?
11. Inwieweit werden lokale Organisationen oder Ressourcen einbezogen, um die Bedingungen und die Integration der in Hotels untergebrachten Geflüchteten zu unterstützen?
12. Wer trägt die Kosten für die Renovierung der Hotels, bevor diese wieder ihrer ursprünglichen Nutzung zugeführt werden?
13. Wird zudem geprüft, ob und in welchem Umfang Renovierungsmaßnahmen erforderlich sind?
14. Aus welchen Mitteln wird die Finanzierung hierfür bereitgestellt?
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