Anbindung Bille-Gymnasium und Stadtteilschule Leuschnerstraße mit dem ÖPNV
Letzte Beratung: 25.06.2026 Bezirksversammlung Bergedorf Ö 6.7
Auskunftsersuchen
der BAbg. Vlamynck, Bendt-Soetedjo, Brodbeck und Fraktion der GRÜNEN
Nach den Sommerferien 2026 sollen die neu gebauten Schulen Bille-Gymnasium an der Billwerder Straße und die Stadtteilschule Leuschnerstraße am südlichen Ende der Leuschnerstraße im Bezirk Bergedorf eröffnet werden.
Das Bille-Gymnasium verzeichnet mit 186 Erstanmeldungen die meisten Anmeldungen aller Gymnasien in Bergedorf. Die Grund- und Stadtteilschule Leuschnerstraße hat 109 Erstanmeldungen.
In der Billwerder Straße, an der sich der neue Schulstandort des Bille-Gymnasiums befindet, verkehren die Buslinien 122, 221 und 321 im 20-Minuten-Takt. Zur Schulzeit ergänzt die Schulbuslinie 222 dieses Angebot.
Morgens gibt es zur Schulzeit folgende Fahrten der Linie 222:
eine Fahrt ab Bf. Bergedorf (Abfahrt 07:40 Uhr)
zwei Fahrten aus den Vier- und Marschlande Richtung Bf. Bergedorf (Ankunft jeweils um 07:21 Uhr)
Nachmittag gibt es zur Schulzeit folgende Fahrten der Linie 222:
vier Fahrten ab Bf. Bergedorf Richtung Vier- und Marschlande (12:45 Uhr, 13:25 Uhr, 13:40 Uhr und 14:45 Uhr)
drei Fahrten von der Haltestelle Billwiese nach Bf. Bergedorf (13:39 Uhr, 13:40 Uhr und 16:05 Uhr, letztere nur montags bis donnerstags)
Die neue Stadtteilschule Leuschnerstraße liegt in fußläufiger Entfernung zur Haltestelle Lohbrügger Markt, an der zahlreiche Buslinien halten, darunter die Linien 29, 32, X32, 234, 136 und 137. Einen noch kürzeren Fußweg bietet die Bushaltestelle Sanmannreihe der Linie 234, die insbesondere für Schüler*innen aus dem Bereich Lohbrügge Nord von Bedeutung sein wird.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM):
Stellungnahme der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM):
1. Kann die Behörde abschätzen, wie viele Schüler*innen die beiden neuen Schulstandorte voraussichtlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen werden? Gibt es hierzu Vergleichszahlen von anderen Schulstandorten in Bergedorf?
Der BVM stehen keine Informationen im Sinne der Fragestellung zur Verfügung.
2. Wie ist die Auslastung der Buslinien 122, 221, 222 und 321 zu den Schulzeiten – morgens zwischen 7:00 Uhr und 8:00 Uhr sowie nachmittags zwischen 13:00 Uhr und 17:00 Uhr – zwischen den Haltestellen Oberer Landweg (Eisenbahnbrücke) und Bf. Bergedorf an Schultagen seit Beginn des Schuljahres 2025/2026?
3. Bewertet die Behörde das derzeitige Busangebot in der Billwerder Straße zu den Schulzeiten als ausreichend, um alle zusätzlichen Schüler*innen komfortabel und sicher zu befördern?
4. Sollte das derzeitige Busangebot in der Billwerder Straße als nicht ausreichend eingestuft werden: Welche Maßnahmen plant die BVM, um ausreichend Kapazitäten zum Bille-Gymnasium bereitzustellen? Welche zusätzlichen Fahrten auf welcher Linie und zwischen welchen Haltestellen sind vorgesehen?
5. Wie ist die Auslastung der Buslinie 234 zu den Schulzeiten – morgens zwischen 7:00 Uhr und 8:00 Uhr sowie nachmittags zwischen 13:00 Uhr und 17:00 Uhr – zwischen den Haltestellen Mendelstraße und Bf. Bergedorf an Schultagen seit Beginn des Schuljahres 2025/2026?
6. Wird das Angebot der Linie 234 zu den Schulzeiten als ausreichend bewertet, um alle zusätzlichen Schüler*innen der neuen Stadtteilschule Leuschnerstraße aus dem Bereich Lohbrügge Nord komfortabel und sicher zu befördern?
a) Sollte dies nicht der Fall sein: Welche Maßnahmen plant die BVM, um ausreichend Kapazitäten zur Stadtteilschule Leuschnerstraße bereitzustellen?
b) Welche zusätzlichen Fahrten auf der Linie 234 zwischen welchen Haltestellen sind geplant?
7. In den vergangenen Jahren wurden zusätzliche Angebote bei den Verkehrsunternehmen – mit wenigen Ausnahmen wie der Linie X27 – durch Einsparungen an anderer Stelle kompensiert. Sollten zusätzliche Kapazitäten als notwendig erachtet werden: Wird die Stadt Hamburg hierfür zusätzliche finanzielle Mittel bereitstellen, oder müssen Fahrtenangebote an anderer Stelle reduziert werden – und wenn ja, wo?
Die Hamburger Verkehrsverbund GmbH (hvv), die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN), die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH sowie die BVM stehen in der Netz- und Angebotsplanung für den Busverkehr in einem stetigen und konstruktiven Austausch. Ziel ist es, das Leistungsangebot im Busverkehr bedarfsgerecht weiterzuentwickeln und kontinuierlich zu optimieren. Dazu gehört auch die laufende Beobachtung durch die Verkehrsunternehmen und den hvv, ob nachfrageorientierte Anpassungen im Leistungsangebot erforderlich sind.
Auf dieser Grundlage werden derzeit die Nachfragedaten aller Buslinien aus dem vergangenen Fahrplanjahr, einschließlich der in dieser Anfrage genannten Linien, ausgewertet. Aus diesen Daten werden Maßnahmen abgeleitet, die eine nachfragegerechte Weiterentwicklung des gesamten Busangebots in Hamburg ermöglichen.
Bei neuen Schulstandorten stehen naturgemäß noch keine Daten zur tatsächlichen Nachfrage zur Verfügung. Aus voraussichtlichen Schülerzahlen lässt sich weder zuverlässig ableiten, an welchen Wohnadressen die Schülerinnen und Schüler gemeldet sind, noch mit welchem Verkehrsmittel sie ihren Schulweg im kommenden Schuljahr zurücklegen werden. Vor diesem Hintergrund können zusätzliche Kapazitäten nicht präventiv unmittelbar zum Schulstart bereitgestellt werden.
Die städtischen Busunternehmen sind jedoch über die neuen Schulstandorte und den geplanten Aufnahmezahlen informiert und werden die Auslastung in der Anfangsphase aufmerksam beobachten. Sollte es zu Engpässen kommen, wird im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten versucht werden, nachzusteuern.
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