Es sind keine Fragen eingereicht worden.
Herr Pellio (Otto Wulff Bauunternehmung GmbH, Otto Wulff) und Herr Wild (claussen-seggelke stadtplaner Sell. Wild. Partnerschaftsgesellschaft mbB) erläutern den Planungsstand zum Bebauungsplan-Entwurf Ottensen 60 mithilfe einer Präsentation (Anlage) und fügen auch auf Nachfragen der Ausschussmitglieder das Folgende hinzu:
Herr Batenhorst stellt fest, lediglich sechs Stellplätze für 130 Wohnungen seien zu wenig und produzierten Parksuchverkehr. Es sei eine Tiefgarage erforderlich. Neuen Bewohner:innen müsse das geplante autoarme Quartier verdeutlicht werden. Es sollten vier Geschosse zzgl. Staffelgeschoss vorgesehen werden.
Frau Koppke bedauert, dass sich die Anträge der Fraktionen von SPD und DIE LINKE in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses vom 06.11.2024 nicht durchgesetzt hätten (Anlagen). Diese beinhalteten bereits zustimmungsfähige Kompromissvorschläge mit drei Geschossen zzgl. Staffelgeschoss und einer Bruttogeschossfläche (BGF) von maximal 12.000 Quadratmeter. Die vorgestellte BGF von 13.155 Quadratmeter sei zu hoch und die vorgesehene Freifläche unzureichend. Sie vermisse das Bodengutachten.
Herr Henker ergänzt, das Votum der jetzigen und in großer Zahl anwesenden Anwohnerschaft sei einzuholen und bei weiteren Beschlüssen zu berücksichtigen. Auch die Art der Nutzung wirke prägend auf das künftige Quartier und sei bereits jetzt festzulegen.
Frau Blume begrüßt die vorgestellte Planung. Sie sei zustimmungsfähig. Es entstehe ein attraktives Quartier. Der Entwurf wirke sowohl in Bezug auf die Bestandsgebäude als auch auf die Neubauten luftiger und lichter als der in der ÖPD vorgestellte. Sie bitte angesichts der gestiegenen Baukosten zu beachten, dass das Vorhaben für den Träger auch lohnenswert sein müsse.
Herr Jebe ergänzt, es sei eine Reduzierung von 12% der BGF erreicht worden. Grundflächenzahl und Freiflächenanteil hätten sich ebenso positiv entwickelt.
Herr Mielke bittet, die exakten Gebäudehöhen nachzuliefern. Er erinnert, dass nur die Gebäudehöhen in der Friedensallee die genannten 23 Meter Höhe erreichten. Alle anderen seien teils deutlich niedriger. Die geplante Kubatur wirke sich auf die Bestandsbebauung aus. Die Inhalte des Antrags der SPD-Fraktion aus dem Jahr 2024 (Anlage) könnten nach wie vor die Grundlage für einen Kompromiss darstellen.
Frau Hubert merkt an, die Reduzierung der BGF entstehe vor allem durch die fehlende Berücksichtigung des weiteren Bauträgers. Die Dichte der vorgestellten Planung habe nicht wesentlich abgenommen. Die BGF müsse weiter reduziert werden, zum Beispiel im inneren Bereich des Vorhabens. Gefordert seien des Weiteren barrierefreie Clusterwohnungen zum Beispiel für Senioren, um ggf. auch Wohnungstausch innerhalb des Quartiers anzubieten. Senioren hätten gegenüber Familien den Vorteil, dass sie keine Kinder für die wenigen Freiflächen mitbrächten. Die Fassaden seien hell vorzusehen und das Oberflächenwasser in Zisternen zu sammeln. Die Besonnungszeit seiein sehr theoretischer Wert. Durch die Bestandsbäume falle insbesondere in den Jahreszeiten ohne Belaubung durchaus Licht, durch Betonkörper hingegen nicht.
Herr Werner stellt fest, je besser Wohnungen beleuchtet seien, umso gesünder sei es, in ihnen zu wohnen. Dies sei seit den 1930er Jahren bekannt. Die SPD-Fraktion fordere seit einem Jahrzehnt die Reduzierung der Baukörper auf drei Geschosse. Der vorgestellte Entwurfgehe zwar in die richtige Richtung, erreiche aber gerade einmal Mindeststandards. Die Besonderheiten des gründerzeitlichen Quartiers müssten in der Kubaturmehr Berücksichtigung finden.
Herr Trede macht darauf aufmerksam, die Debatte drehe sich um den Städtebau, also um die Art und das Maß der Bebauung. Detailfragen zum Vorhaben seien zum jetzigen Zeitpunkt unangebracht. Die bisher vorgebrachte Kritik könne er nicht nachvollziehen, teilweise sei sie auch nicht ausreichend konkret. Er begrüße den Verzicht auf die Tiefgarage sowie die angedachte Holz- und Modulbauweise und den höheren Grünanteil. Viele der neueren Quartiere Altonas seien deutlich dichter bebaut worden als das vorgestellte Areal.
Frau Boehlich stellt klar, die von Frau Koppke angesprochenen Anträge hätten in der genannten Sitzung keine Mehrheit gefunden. Sie bitteum ein Votum des Stadtentwicklungsausschusses zur Fortsetzung der vorgestellten Planungen.
Frau Koppke meldet für die Fraktion DIE LINKE Beratungsbedarf an.
Anlagen
Anlage vom 06.11.2024 TOP 2 Tischvorlage Ottensen 60 Alternativantrag der Fraktion LINKE (205 KB)
Anlage vom 06.11.2024 TOP 2 Tischvorlage Ottensen 60 Alternativantrag der SPD Fraktion (98 KB)
Präsentation Ottensen 60 (3495 KB)
Es liegen keine Mitteilungen vor.
Auf Nachfrage von Frau Koppke bittet Frau Boehlich, die Frage nach der voraussichtlichen Fertigstellung der Quartiere im Volksparkin der Science City Hamburg Bahrenfeld in der Sitzung am 15.04.2026 zu stellen, in der auch Vertretungen der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen zugegen sein werden.