22-2116

Stand der geschlechterreflektierten Arbeit mit Jungen und jungen Männern in Altona Kleine Anfrage von Kai-Uwe Helmers und Yohana Hirschfeld (beide Fraktion GRÜNE)

Kleine Anfrage öffentlich

Letzte Beratung: 06.05.2026 Jugendhilfeausschuss Ö 5.2

Sachverhalt

Die Gleichstellung der Geschlechter ist ein zentrales Ziel demokratischer Gesellschaften. Dabei richtet sich Gleichstellungspolitik nicht ausschließlich an Mädchen und Frauen, sondern schließt auch Jungen und Männer ein.

Geschlechterreflektierte Arbeit mit Jungen und jungen Männern trägt dazu bei, stereotype Rollenbilder zu hinterfragen, Gewalt vorzubeugen, demokratische Kompetenzen zu stärken und die soziale sowie emotionale Entwicklung zu fördern. Gleichzeitig zeigen aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen, dass antifeministische und misogyn geprägte Inhalte insbesondere junge Männer erreichen und beeinflussen.

Auch im Bezirk Altona bestehen bereits Angebote in diesem Bereich. Eine systematische Übersicht über bestehende Strukturen, Bedarfe und mögliche Weiterentwicklungen liegt jedoch bislang nicht öffentlich vor

Vor diesem Hintergrund fragen wir das Bezirksamt:

  1. Welche Angebote der geschlechterreflektierten Arbeit mit Jungen und jungen Männern bestehen aktuell im Bezirk Altona?
  2. Welche Träger führen diese Angebote durch und in welchen Stadtteilen finden sie statt?
  3. Welche Altersgruppen werden durch die Angebote jeweils erreicht?
  4. Welche finanziellen Mittel (bezirklich oder landesweit) stehen für diese Angebote zur Verfügung?
  5. Wie bewertet das Bezirksamt die aktuelle Versorgungssituation im Bereich der geschlechterreflektierten Jungen- und Männerarbeit im Bezirk Altona?
  6. Sieht das Bezirksamt Versorgungslücken in bestimmten Sozialräumen oder Zielgruppen? Wenn ja, welche?
  7. Welche Kooperationen bestehen zwischen Einrichtungen der Jugendhilfe, Schulen und freien Trägern in diesem Bereich?
  8. Welche Maßnahmen zur Prävention von geschlechterbezogener Gewalt und zur Auseinandersetzung mit antifeministischen Einstellungen bei Jungen und jungen Männern bestehen im Bezirk?
  9. Gibt es Planungen zur Weiterentwicklung oder zum Ausbau entsprechender Angebote im Bezirk Altona? Wenn ja, welche?
  10. Inwieweit werden Aspekte geschlechterreflektierter Arbeit mit Jungen und jungen Männern in bestehenden bezirklichen Strategien, insbesondere in der Jugendhilfeplanung, Präventionsarbeit und Gleichstellungsarbeit, berücksichtigt?

Das Bezirksamt Altona beantwortet die Fragen wie folgt:

Zu 1:

Dem Bezirksamt sind derzeit keine Angebote der geschlechterreflektierten Arbeit mit Jungen und jungen Männern im Bezirk Altona bekannt.

Zu 2:

Dem Bezirksamt sind derzeit keine entsprechenden Träger und Stadtteile bekannt, in denen solche Angebote im Bezirk Altona stattfinden.

Zu 3:

Hierzu liegen dem Bezirksamt keine Erkenntnisse vor.

Zu 4:

Im Bezirk Altona werden keine Angebote der geschlechterreflektierten Arbeit mit Jungen und jungen Männern gesondert aus Mitteln des Bezirksamtes gefördert. Über möglicherweise anderweitig, insbesondere landesweit oder durch weitere Träger, finanzierte Projekte liegen dem Bezirksamt derzeit keine Kenntnisse vor.

Zu 5:

Eine belastbare Bewertung der aktuellen Versorgungssituation im Bereich der geschlechterreflektierten Jungen- und Männerarbeit im Bezirk Altona ist derzeit nicht möglich.

Zu 6:

Ob Versorgungslücken in bestimmten Sozialräumen oder Zielgruppen bestehen, kann derzeit nicht verlässlich beurteilt werden.

Zu 7:

Zu Kooperationen zwischen Einrichtungen der Jugendhilfe, Schulen und freien Trägern im Bereich der geschlechterreflektierten Arbeit mit Jungen und jungen Männern liegen dem Bezirksamt derzeit keine Erkenntnisse vor.

Zu 8:

Das Bezirksamt Altona unterstützt und finanziert eine breite Angebotsstruktur. Innerhalb dieser Struktur werden auch generalpräventive Ansätze umgesetzt, insbesondere in den Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit.

Zu 9:

Konkrete Planungen zum Ausbau oder zur Weiterentwicklung entsprechender Angebote im Bezirk Altona bestehen nicht.

Zu 10:

Eine dezidierte und systematisch ausgewiesene strategische Verankerung ist nicht ausgewiesen.

Petitum/Beschluss

Die Bezirksversammlung wird um Kenntnisnahme gebeten.

Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
06.05.2026
Ö 5.2
Anhänge

ohne

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