Sporthalle Glückstädter Weg 75 Kleine Anfrage von Emelie Böversen (CDU)
Letzte Beratung: 08.07.2026 Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport Ö 5
Die Halle Glückstädter Weg wird intensiv vom Sportverein Osdorfer Born (SOB) genutzt. Hier trainieren besonders im Winter in ihrer Freizeit Fußballer und Boxer ihren Sport unter ihnen zahlreiche Jugendliche und Kinder. Der SOB leistet seit Jahrzenten in Osdorf einen unersetzlichen Beitrag zur gesellschaftlichen und sozialen Integration und ist ein wichtiger Bestandteil für die soziale Stabilität des nicht bevorzugten Stadtteils.
In seinem Vortrag im Dezember 2025 vor dem Ausschuss Grün, Naturschutz und Sport (GrünA) hat der Erste Vorsitzende des SOB Herr Schlicht eindrucksvoll dargestellt, in welchen Bereichen der Verein tätig und wie intensiv die Verzahnung mit den Bewohnern des Stadtteils Osdorf durch zahlreiche gut besuchte Veranstaltungen geworden ist.
Aufgrund von Schäden besonders am Hallenboden musste die Halle im letzten Jahr durch die verwaltende Gesellschaft Gebäudemanagement Hamburg (GMH) geschlossen werden.
Dies betraf im vergangenen Winter nach Aussage von Herrn Schlicht 80 (!) Fußballkinder, 20 Basketballer (Kinder/Jugendliche) und 20 Boxer (alle Altersgruppen). Die Vermittlung alternativer Trainingszeiten durch den Bezirk in andere Hallen blieben erfolglos. Jetzt imSommer hat sich die Situation für den SOB aufgrund der Möglichkeit der Nutzung von Außenplätzen derzeit etwas entspannt, es besteht jedoch offensichtlich die Gefahr, dass der SOB auch einen weiteren Winter auf seine Halle verzichten muss. Erhebliche negative Auswirkungen für die Vereinstätigkeit sind zu befürchten.
Das Bezirksamt wurde durch den GrünA mehrfach aufgefordert, mit der zuständigen Fachbehörde (Behörde für Inneres und Sport, BIS) zu klären wann mit einem Sanierungskonzept und der zügigen Beauftragung der notwendigen Arbeiten zu rechnen ist, da der nächste Winter aufgrund des zu vermutenden großen Umfangs der Reparaturarbeiten quasi zeitlich schon „vor der Tür“ steht.
Entsprechende Nachfragen führten aus Sicht des GrünA nicht zu einer befriedigenden Antwort. Es ist aus hiesiger Sicht völlig unklar, wann oder ob überhaupt ein Sanierungskonzept besteht und wann mit den zeitlich dringend notwendigen Reparaturarbeiten nun zügig begonnen wird.
Vor diesem Hintergrund frage ich das Bezirksamt Altona:
Nach Befassung der Thematik in der letzten Sitzung des GrünA am 10.06.26 würden es alle Fraktionen sehr begrüßen, wenn ein Fachvertreter der für die Sanierung verantwortlichen Stelle in der nächsten Sitzung des GrünA den Umfang, die Zeitdauer und die genaue Planung der anstehendenSanierung, deren Finanzierung und vor allen Dingen deren Beginn den Ausschussmitgliedern erläutert.
Das Bezirksamt Altona beantwortet die Fragen wie folgt:
Vorbemerkung:
Das Bezirksamt Altona ist bei der Beantwortung der Anfrage auf Zuarbeiten und Rückmeldungen der zuständigen Projektbeteiligten angewiesen. Nach Mitteilung durch GMH befinden sich die Planungen derzeit in einer Überarbeitung auf Grundlage einer angepassten Sanierungsvariante ohne energetische Ertüchtigung. Aus diesem Grund liegen aktuell noch keine belastbaren Aussagen zu Terminen oder weiteren Kennzahlen vor. Ein Vertreter von GMH wird an der Sitzung des GrünA am 08.07.2026 teilnehmen und dort den aktuellen Planungsstand erläutern sowie für Fragen zur Verfügung stehen. Vor diesem Hintergrund wird hinsichtlich weitergehender fachlicher Auskünfte auf die Erörterung in der Ausschusssitzung verwiesen.
Zu 1:
GMH, in Abstimmung mit BIS und Bezirk.
Zu 2:
Ja, es lag ein Sanierungskonzept vor. Aktuell wird das Konzept auf Grund eines angezeigten Abrisses der Halle zugunsten des U5 Streckenausbaus in Abstimmung mit der BIS überarbeitet.
Zu 3:
Ein verändertes Sanierungskonzept wird aktuell erarbeitet. Sobald dies abgestimmt und zwischen BIS und GMH verabschiedet wurde, werden die notwendigen Planungen konkretisiert und Ausschreibungen angestoßen. Geplant ist ein möglichst kurzfristiger Sanierungsbeginn.
Zu 4:
Für eine vollumfängliche Sanierung müssten Grundstücksangelegenheiten geklärt, Fernwärme verlegt werden etc. Für eine angepasste Sanierung ist das voraussichtlich nicht notwendig, so dass erhebliche Zeitersparnisse zu erwarten sind.
Zu 5:
Die Streckenplanung der U5 hat einen sehr erheblichen Einfluss auf die angestrebten Baumaßnahmen. Die Halle muss in 5 bis 10 Jahren abgerissen werden, so dass eine vollumfängliche Sanierung nicht sinnvoll ist. Parallel ist U5, Bezirk und IVS/GMH gefordert, ein alternatives Grundstück zu finden und einen Neubau zu planen.
Zu 6:
Das Konzept wird noch erarbeitet. Daher kann hier derzeit keine Aussage getroffen werden.
Zu 7:
Sobald verlässliche Informationen vorliegen, wird der SV Osdorfer Born selbstverständlich informiert.
Zu 8:
Eine zeitnahe Reparatur wird angestrebt. Weitergehend berücksichtigt das Sportreferat Altona bei freien Hallenzeiten die Nutzenden der Sporthalle Glückstädter Weg.
Die Bezirksversammlung wird um Kenntnisnahme gebeten.
ohne
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