22-2113

Quartiersfonds II – Pilotprojekt Suchtberatungsangebot im Interimsstandort der öffentlich-rechtlichen Unterbringung Schnackenburgallee Beschlussempfehlung des Amtes

Beschlussempfehlung öffentlich

Letzte Beratung: 05.05.2026 Sozialausschuss Ö 8.1

Sachverhalt

In Kooperation zwischen der Sozialbehörde sowie dem Bezirksamt Altona soll im Jahr 2026 ein Pilotprojekt am Interimsstandort der öffentlich-rechtlichen Unterbringung Schnackenburgallee implementiert werden, da es am Standort eine Alkoholproblematik gibt und ein Ansatz der aufsuchenden Arbeit zum Thema Suchtberatung und -prävention erprobt werden soll. Seitens Fördern und Wohnen (f&w) sowie seitens des Betreibers wird die Umsetzung des Projekts befürwortet.

In Austauschtreffen zum Standort wurde der Bedarf eines zielgruppengerechten Angebots wiederholt von verschiedenen vor Ort tätigen Trägern benannt, um den Herausforderungen am Standort effektiver zu begegnen.

Nach unserer Erkenntnis konnten bisherige Bemühungen, Menschen an bestehende Suchthilfeangebote anzubinden, den Herausforderungen nicht begegnen. Hindernisse liegen in fehlender Kenntnis des Angebots und Vertrauen in dieses sowie Ängste vor Konsequenzen, Hürden bei der Erreichbarkeit (auf Grund der Abgelegenheit des Standorts) sowie fehlender Sprachmittlung. In unserer Wahrnehmung besteht Bedarf für den Einsatz eines erfahrenen Trägers der Suchthilfe am Standort Schnackenburgallee.

Das Modellprojekt „Suchtberatung für Geflüchtete“ zielt darauf ab, Geflüchtete in der Einrichtung frühzeitig, kultursensibel und niedrigschwellig über Suchtprävention und -beratung zu informieren, Hilfestellungen zu bieten und gemeinsam mit den Mitarbeitenden der Einrichtung nachhaltige Strukturen zur Unterstützung zu schaffen. Zielgruppe des Modellprojekts sind Bewohnende der Einrichtung, die Alkohol im auffälligen Maß konsumieren.

Geplant ist eine Projektlaufzeit vom 01.07.-31.12.2026. Mit den zur Verfügung stehenden Mittel i.H.v. 25.000 Euro soll bei einem Träger der Drogen- und Suchthilfe ca. eine halbe Stelle für den o.g. Projektzeitraum eingesetzt werden. Das Angebot setzt sich aus den Bausteinen (1) Bedarfsanalyse und Beteiligung; (2) Etablierung eines niedrigschwelligen Zugangs zur Suchtberatung; (3) Fortbildungsangeboten; sowie (4) Informations- und Präventionsangebote und (5) ggf. Kosten für Sprachmittlung zusammen. Dazu liegt ein ausführlicherer Konzeptentwurf der Sozialbehörde - Amt G vor. Das Projekt sollte über eine Verbesserung der Situation am Standort hinaus auch ermitteln, auf welchem Wege geflüchtete Menschen, die in Unterkünften leben, erreicht werden können und was aus den Erfahrungen des Projektes zu lernen ist (Pilotprojekt mit Modellcharakter).

Mit Blick auf den besonderen Umstand des Umfeldes des Interimstandorts bietet es sich an, über den Träger der Suchthilfe hinaus auch weitere Akteure hinzuzuziehen.So ist die Einbeziehung von communitybasierter Beratung als Brückenbauer mitzudenken.

Die Finanzierung des Pilotprojektes im Jahr 2026 soll aus dem Quartiersfonds II - Flüchtlingsbedingte Mehrbedarfe erfolgen. Derzeit sind letzte Modalitäten mit einem durchführenden Träger, dem Betreiber der Unterkunft und zur Federführung und Abwicklung des Projekts zwischen Bezirksamt und Sozialbehörde Amt G in Klärung. Ein Projektstart ist zum 1.07.2026 (2. Halbjahr 2026) vorgesehen.

Das Bezirksamt empfiehlt dem Sozialausschuss, folgenden Beschluss zu fassen:

Das Pilotprojekt „Suchtberatungsangebot in der Schnackenburgallee“ i.H.v. 25.000 Euro wird aus dem Quartiersfonds II (QF II) - Flüchtlingsbedingte Mehrbedarfe 2026 gefördert. Seitens des Bezirksamts sind in die Planung für den QF II Projektmittel i.H.v. 25.000 €r ein aufsuchendes Suchthilfeprojekt am Standort eingestellt und diese sollen dafür verwendet werden.

Petitum/Beschluss

Der Sozialausschuss wird um Zustimmung und Weiterleitung an den Haushaltsausschuss gebeten.

Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
05.05.2026
Ö 8.1
Anhänge

ohne

Lokalisation Beta
Schnackenburgallee

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