Quartiersfonds II Kinder- und Jugendrat am Interimsstandort der öffentlich-rechtlichen Unterbringung Schnackenburgallee Beschlussempfehlung des Amtes
Letzte Beratung: 07.07.2026 Sozialausschuss Ö 11
Am Interimsstandort der öffentlich-rechtlichen Unterkunft Schnackenburgallee wurde über zwei Jahre bis Juni 2026 ein Prozess für ein Kinderschutzkonzept vom Deutschen Kinderschuitzbund (DKSB) durchgeführt. Verschiedene Maßnahmen wie Schulungen des Personals von Fördern & Wohnen (F&W) und des Sicherheitsdienstes, Klärung von Strukturen, Verantwortlichkeiten und Abläufen, strukturierte und regelhafte Beteiligung von Kindern und Jugendlichen wurden in der Laufzeit umgesetzt. Ein Ergebnis des Kinderschutzkonzeptes ist es, dass die begleitende Kinder- und Jugendgruppe, die wöchentlich stattgefunden hat, weiter fortgesetzt werden soll, so dass auch weiterhin im vertrauten Rahmen Sorgen, Nöte und Bedarfe von Kindern und Jugendlichen formuliert und kommuniziert werden können. Die bestehende Kinder- und Jugendgruppe soll möglichst erhalten und zügig ein Anschlussangebot entwickelt werden. DaMittel der Sozialräumlichen Integrationsnetzwerke (SIN-Mittel) akut und kurzfristig nicht zur Verfügung stehen, soll die Maßnahmen aus Quartiersfondsmitteln flüchtlingsbedingte Mehrbedarfe (QF II) finanziert werden.
Die Kindergruppe soll weiterhin dienstags von 15:00-16:00 Uhr, die Jugendgruppe von 16:00-17:00 Uhr stattfinden. Die Kinder und Jugendlichen werden u. a. vom DKSB und weiteren Angeboten als stark belastet beschrieben. Das Angebot soll der Stärkung der Kinder und Jugendlichen dienen, insbesondere durch die Möglichkeit, im Rahmen eines Beteiligungsformats ihre Wünsche und Bedarfe – beispielsweise zur Verbesserung der Unterbringung – offen und vertraulich äußern und besprechen zu können.
Der Träger Ressourcenaktivierung und Netzwerkarbeit gGmbH (RUN-Jugendhilfe) wird als geeignet eingeschätzt, da er über langjährige Erfahrung in der Gruppenarbeit und im Conferencing-Verfahren verfügt. Zudem bringt er umfangreiches Wissen im Bereich der Willenserkundung mit.
Das Angebot von RUN umfasst neben der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen auch Elternarbeit sowie Netzwerkarbeit. Ziel ist es, gemeinsam mit den weiteren Angeboten und dem Betreiber der Unterkunft die Beteiligungsstrukturen weiterzuentwickeln, um die Anliegen der Kinder und Jugendlichen gezielt weitergeben und gemeinsam an Lösungen arbeiten zu können und so die Wirksamkeit des Kinderschutzkonzepts zu gewährleisten.
Die Finanzierung des Pilotprojektes mit einer Laufzeit von einem Jahr soll aus dem Quartiersfonds II - Flüchtlingsbedingte Mehrbedarfe erfolgen. Der Projektstart soll möglichst schnell erfolgen und ist zum 01.09.2026 (spätestens zum 01.10.2026) vorgesehen. So soll eine Übergabe der bestehenden Gruppe seitens des DKSB (Laufzeit bis Ende Juni 2026) an die neuen Personen möglichst gewährleistet und die Verabschiedung und der Übergang gut gestaltet werden. Der DKSB hat sich zur Unterstützung für diese Übergangszeit bereit erklärt. Ein formaler Antrag seitens des Trägers liegt dem Amt noch nicht vor, da die Modalitäten mit dem durchführenden Träger, dem bezirklichen Jugendamt sowie der Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung noch in der Abstimmung sind.
Das Bezirksamt empfiehlt dem Sozialausschuss, folgenden Beschluss zu fassen:
Das Projekt „Kinder- und Jugendrat in der Schnackenburgallee“ i.H.v. bis zu maximal 20.000 Euro wird aus dem Quartiersfonds II - Flüchtlingsbedingte Mehrbedarfe 2026 gefördert. Es stehen ausreichend Mittel im QF II 2026 zur Verfügung.
Der Sozialausschussausschuss wird um Zustimmung und aufgrund der Dringlichkeit für den Projektstart am 1.09.2026 um Weiterleitung an den Hauptausschuss gebeten.
Kurzkonzept (nicht-öffentlich)
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