Planungen zum Jugendzentrum Osdorfer Born Beschlussempfehlung des Amtes
Letzte Beratung: 04.02.2026 Jugendhilfeausschuss Ö 5
Der Standort der OKJA-Einrichtung JuCa Osdorf (Betreiber: movego Jugendhilfe gGmbH) im Kroonhorst 117 muss im 1. Quartal 2026 aufgegeben werden aufgrund der starken Sanierungsbedürftigkeit der Immobilie. Der Mietvertrag mit der Elbkinder Vereinigung Hamburger Kitas gGmbH wird im 1. Halbjahr 2026 gekündigt.
Als alternativer Standort werden zwei der Pastorate Achtern Born 127 ertüchtigt. Die ehemaligen Pastorate des Gemeindezentrums der Kirchengemeinde Maria Magdalena (Achtern Born 127, Flurstück 4037, Gemarkung: Osdorf) befinden sich im RISE-Fördergebiet Osdorfer Born/ Lurup. Die seit 2015 unter Denkmalschutz stehenden Pastorate müssen umfassend saniert werden.
Seitens der Kirchengemeinde Maria Magdalena und des Bezirksamtes Altona besteht ein hohes Interesse, die Pastorate langfristig als Bestandteil der sozialen Infrastruktur am Osdorfer Born zu sichern. Durch die Sanierung der Pastorate soll ein dauerhafter, zukunftsfähiger Standort für soziale Stadtteilnutzungen geschaffen werden.
Die Pastorate wurden 1970 als eingeschossige Kettenhäuser errichtet. Die Pastorate A und B verfügen über eine Gesamtfläche von ca. 312 qm. Der Gebäudekomplex ist denkmalgeschützt.
Die Pastorate schließen westlich direkt an den Born Center-Komplex an und sind über einen fußläufigen Erschließungsweg zwischen Achtern Born und Kroonhorst erreichbar. Den Eingangsbereichen der Pastorate gegenüber liegt das Kirchengebäude der Maria-Magdalena-Gemeinde und das KL!CK-Kindermuseum.
Mit der seit 2021 geplanten Modernisierung und Umgestaltung der sogenannten Pastorate sollen gut nutzbare, barrierefreie Räume mit attraktiven Eingangs- und Außenbereichen für soziale und kulturelle Zwecke hergestellt werden. Die neu gestalteten Räume schaffen Möglichkeiten für die Offene Kinder- und Jugendhilfe nach §11 SGB VIII. Die geplanten Maßnahmen umfassen:
Erneuerung der technischen Anlagen: Heizung, Sanitär, Klima
Dämmungs- und Abdichtungsarbeiten
Einbau moderner Lüftungstechnik
Zusammenlegen der Pastorate A und B
Erneuerung der sanitären Bereiche mit adäquater Ausstattung, Einbau eines barrierefreien WCs und Umbau des Bads in ein Mitarbeiter:innen-WC und einen Waschmaschinenraum
Erneuerung der Küchenbereiche mit adäquater Ausstattung, Kücheneinrichtung tw. rollstuhlgerecht
Erneuerung der Bodenbeläge
Erneuerung der Fenster und (Eingangs-)Türen
Innenräumliche Maßnahmen (Zwischenwände entfernen)
Einbau von Rampen und Plattformaufzügen (Pastorat A)
Umgestaltung der Außenanlagen, Pflasterung, Treppen
Bepflanzung der Innenhöfe und Außenbereiche
Die Kostenschätzung für die Sanierung und den barrierefreien Umbau der Räumlichkeiten Maria-Magdalena-Kirchengemeinde weist Gesamtkosten in Höhe von 1.479.543,58 Euro brutto aus.
Die Sanierung soll aus Mitteln des Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE), Mitteln des Jugendamtes des Bezirksamtes Altona und der Kirchengemeinde finanziert werden. Diese Kosten verteilen sich dann verabredungsgemäß wie folgt:
Gesamtkosten |
1.479.543,58 Euro |
Anteil RISE-Mittel (70%) |
1.035.680,51 Euro |
Anteil Jugendamt (18%) |
266.317,84 Euro |
Anteil Kirchengemeinde (12%) |
177.545,23 Euro |
Der Investitionskostenzuschuss der öffentlichen Hand wirkt mietsenkend. Als Gegenleistung für den Investitionskostenzuschuss sichert die Kirchengemeinde zu, die vom Jugendamt angemieteten Flächen mit einer Bindungsdauer von 30 Jahren zu einer reduzierten Miete in Höhe von monatlich 6,00 - 6,50 Euro/m² kalt zuzüglich der Betriebs- und Heizkosten zu vermieten.
Die Kostenermittlung und -darstellung erfolgte im Sinne der Drucksache 20/6208 „Kostenstabiles Bauen – Fortentwicklung des öffentlichen Bauwesens“ unter Berücksichtigung der Belange des Denkmalschutzes.
Die bauherrlichen Aufgaben werden durch die Kirchengemeinde und bauwerk KIRCHLICHE IMMOBILIEN übernommen. Die Mietvertragsverhandlungen für das Bezirksamt bzw. die Interessen werden aktiv durch das ISZ (Immobilien Service Zentrum der Sprinkenhof) wahrgenommen.
Aktuell wird von den unterschiedlichen Akteur:innen eine Baubeschreibung formuliert. Das Jugendamt ist aufgefordert, seine Bedarfe und Wünsche zu konkretisieren. Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen wird bei der zur Ausgestaltung vorgesehen.
Die laufenden Kosten für den Betrieb eines Jugendzentrums Osdorf in den Räumen der Pastorate A und B werden über die konsumtiven Mittel aus der Rahmenzuweisung OKJA/JSA gesichert.
Das Bezirksamt bittet den Jugendhilfeausschuss, folgenden Beschluss zu fassen:
Zur Sanierung sowie dem barrierefreien Umbau der Pastorate A und B stellt das Jugendamt 270.000 Euro aus der Rahmenzuweisung „Investitionen für die Kinder- und Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit“ zur Verfügung.
Der Jugendhilfeausschuss wird um Zustimmung gebeten.
ohne
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