Osterfeuer erhalten - mit klaren Regeln Mitteilungsdrucksache des Amtes zum Beschluss der Bezirksversammlung vom 27.04.2017 (Drs. 20-3573)
Die Tradition der Blankeneser Osterfeuer ist in Hamburg und in Altona seit Jahrhunderten breit verankert. Viele Hamburger aber auch viele ihrer Gäste schätzen die großen Feuer am Elbstrand am Ostersonnabend sehr und viele waren selbst schon öfter dort – die Osterfeuer sind geradezu ein Bestandteil des Hamburg-Feelings. Das Gleiche gilt erst recht für viele Blankeneser Familien, die sich zum Teil seit Generationen für dieses Brauchtum engagieren. Sie sind den friesischen Bikebrennen vergleichbar, die inzwischen zum immateriellen Weltkulturerbe der Unesco gehören.
Damit die Traditionsfeuer am Blankeneser Elbstrand stattfinden können, bringt sich auch eine sehr große Zahl von ehrenamtlichen und beruflichen Sicherheitskräften aus den Bereichen von Hamburg Port Authority, Feuerwehr, Stadtreinigung, Polizei und Sanitätswesen am Karsamstag ein und leistet somit einen dankenswerten Beitrag zum Fortbestehen dieser Tradition.
Derartige Feuer sind naturgemäß aber auch mit Risiken verbunden: Selbst bei sorgfältiger (Brenn-) Materialauswahl stellen die Feuer eine gewisse Umweltbelastung dar und ein Brandrisiko für einige reetgedeckte Häuser im Hanggebiet.
Vor diesem Hintergrund hat es in den vergangenen Jahren lebhafte öffentliche Diskussionen um die Osterfeuer gegeben. Meistens waren diese geprägt durch die jeweils jüngsten Erfahrungen. Unproblematisch waren dabei immer die Jahre, bei denen die Windverhältnisse für jedermann klar erkennbar waren mit der entsprechenden Konsequenz für das Stattfinden der Osterfeuer. Problematisch waren Jahre wie 2016 und 2017, bei denen die Entscheidung über das Stattfinden der Feuer während des ganzen Karsamstags wegen der unklaren Windentwicklung (z.B. schwere Sturmböen oder deutlich auflandiger Wind) auf des Messers Schneide stand.
In Auswertung dieser Erfahrungen haben alle Beteiligten intensive und konstruktive Gespräche geführt, um für die kommende Jahre eine verlässliche und transparente Planungsgrundlage zu schaffen. Im Ergebnis konnte folgender Konsens gefunden werden:
Die Erreichbarkeiten aller Beteiligten – einschließlich Bezirksamt, Polizei, Feuerwehren, Hamburg Port Authority, Stadtreinigung Hamburg, ASB) werden unter den Beteiligten ausgetauscht.
Die Bezirksversammlung wird um Kenntnisnahme gebeten.
Drs. 20-3573
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