22-2890.3

Mit Pocket-Parks lebensqualitätssteigernd und klimafreundlich Brachflächen und ungenutzten Potenzialen in Wandsbek begegnen Beschlussvorlage des Ausschusses für Klima, Umwelt und Verbraucherschutz

Beschlussvorlage

Sachverhalt

- Zuvor als Antrag der CDU-Fraktion (Drs. 22-2890.2) im Ausschuss für Klima, Umwelt und Verbraucherschutz am 20.01.2026.

- Einstimmig in geänderter Form beschlossen.

- Zuvor sind die SPD-Fraktion, die Fraktion Die Grünen und die FDP-Fraktion dem Antrag als Antragsteller beigetreten.

- Pkt 1 und 3 des ursprünglichen CDU-Antrags (Drs. 22-2890) im Regionalausschuss Kerngebiet Wandsbek am 14.01.2026 einstimmig beschlossen.

- Pkt. 2 zur weiteren Beratung in den Ausschuss für Klima, Umwelt und Verbraucherschutz überwiesen.

Pocket-Parks”bersetzt: Westentaschenparks) sind kleine gärtnerisch gestaltete Grünflächen, die in städtischen Gebieten auf zuvor ungenutzten Flächen, wie Brachflächen oder Baulücken angelegt werden. Sie zeichnen sich dabei verglichen zu normalen Parks durch eine kleine Fläche und einen oft nur geringen finanziellen Schaffungs-und Bewirtschaftungsaufwand aus. Oft mit Bänken und Verweilflächen ausgestattet bieten sie einen Naherholungsmehrwert für umliegende Bewohner.

Im Kerngebiet Wandsbek gibt es zahlreiche städtische Flächen, exemplarisch sei hier die Fläche Ahrensburger Straße/Ecke Kedenburgstraße (Gemarkung: Wandsbek (552) Flurstück: 3213), die sich im allgemeinen Grundvermögen der Stadt Hamburg befindet, zu nennen, welche in ihrer derzeitigen Form keinen Beitrag zur Aufenthaltsqualität leisten. Gleichzeit besteht gerade inurbanen Räumen ein wachsender Bedarf an wohnortnaher Naherholung und Grünflächen, die Hitzeinseln reduzieren und Orte für soziale Begegnung schaffen. Pocket-Parks bieten demnach eine Möglichkeit ungenutzte Flächen qualitativ aufzuwerten, sie für die Öffentlichkeit zu öffnen und das Stadtbild nachhaltig zu verbessern. Gleichzeitig tragen sie zur Klimaanpassung bei, fördern Biodiversität und fügen sich gut in die aktuelle Debatte um Renaturierung und Entsieglung ein. Die Finanzierung von diesen Pocket-Parks könnte beispielsweise mit Fördermitteln aus Projekten unter der Hamburger Klimaanpassungsstrategie erfolgen.

In anderen deutschen Städten wie Nürnberg, Braunschweig oder Bochum wurde das Konzept bereits erfolgreich umgesetzt. In internationalen Metropolen wie New York, Athen oder Krakau gehören sie bereits fest zum Stadtbild. Doch auch im Bezirk Eimsbüttel wurde beispielsweise an der Kieler Straße nach Abbruch eines Haues in der entstandenen Baulücke ein solcher Pocket-Park umgesetzt.

Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung beschließen:

Petitum/Beschluss
  1. Die Verwaltung wird außerdem darum gebeten
  1. Alle Regionalausschüsse sollen Flächen vorschlagen, die als Pocket-Park in Frage kommen. Hierbei soll darauf geachtet werden, dass die Flächen der Bezirksverwaltung gehören. Darüber hinaus soll es sich nicht um Forst- und Verkehrsflächen handeln. Wir bitten daher die Verwaltung um eine kurze Darstellung, wie diese Optionen im Geoportal angezeigt werden können.
    1. Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten von Pocket-Parks zu prüfen.