Mehr Grün für Lurup! Ersatzpflanzungen in der Luruper Hauptstraße zügig durchsetzen! Antrag der Fraktionen von CDU, DIE LINKE, Volt und FDP (Neufassung der Drucksache 22-1717 aus der Sitzung vom 14.01.2026)
Letzte Beratung: 11.02.2026 Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport Ö 8
Im Stadtteil Lurup ist es in den vergangenen Jahren zu einem erheblichen Verlust an Stadtgrün gekommen. Die Drucksache 22-1691 "Fällungen und Nachpflanzungen an der Luruper Hauptstraße" (Anlage 1) zeigt, dass es insbesondere in der Luruper Hauptstraße einen dramatischen Grünverlust gegeben hat. Seit 2020 wurden dort zahlreiche Bäume gefällt, denen bislang nur in unzureichendem Umfang Ersatzpflanzungen gegenüberstehen.
Sowohl auf öffentlichem als auch auf privatem Grund sind festgesetzte Ersatzpflanzungen teilweise nicht oder nur verzögert umgesetzt worden. Als Begründung werden wiederholt hohe Kosten, insbesondere im Zusammenhang mit erforderlichen Entsiegelungsmaßnahmen, angeführt.
Diese Praxis steht im Widerspruch zu den klima- und umweltpolitischen Zielen der Freien und Hansestadt Hamburg sowie zu den im Koalitionsvertrag formulierten Zusagen zum Schutz und Ausbau des Stadtbaumbestands. Kostensteigerungen dürfen nicht dazu führen, dass gesetzlich oder genehmigungsrechtlich festgelegte Ersatzpflanzungen faktisch ausgesetzt werden.
Gemäß Drucksache 21-1054 (Anlage 2) wurden bereits Standorte identifiziert, die problemlos nachgepflanzt werden könnten. Gerade in stark verdichteten Stadtteilen wie Lurup sind zügige Nach- und Neupflanzungen notwendig, um Klimaresilienz, Aufenthaltsqualität und Gesundheitsschutz dauerhaft zu sichern.
Vor diesem Hintergrund wird das Bezirksamt gemäß § 19 Abs. 2 BezVG gebeten,
Darüber hinaus wird die BUKEA sowie die Finanzbehörde gemäß § 27 BezVG gebeten, die Mittel für Entsiegelungsmaßnahmen und Baumneupflanzungen in den Bezirken an die deutlich gestiegenen Kosten anzupassen, um die Umsetzung der städtischen Baumpflanz- und Klimaanpassungsziele sicherzustellen.
Der Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport wird um Zustimmung und Weiterleitung an die Bezirksversammlung gebeten.
Anlage 1: Drucksache 22-1691
Anlage 2: Drucksache 22-1054
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