Maßnahmenpaket zum Umgang mit Waschbären (Procyon lotor) Antrag der CDU-Fraktion
Letzte Beratung: 29.01.2026 Bezirksversammlung Ö 9.1
Die Kleine Anfrage „Lustig, aber lästig – pelzigen Schädlingen in Altona Einhalt gebieten“ (Drucksache‑Nr. 22‑1511) zeigt, dass dem Bezirksamt derzeit keine eigenen Informationen zum Populationsstand der Waschbären in Hamburg vorliegen und bei mehreren Fragestellungen auf die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) verwiesen wird (u. a. Datenlage, Aufklärungsmaßnahmen).
Zugleich unterstreichen ökologische und städtebauliche Aspekte die Notwendigkeit, Konflikte mit Waschbären im urbanen Raum präventiv zu reduzieren: neben negativen Auswirkungen auf Biodiversität (z. B. Gelege von Singvögeln, Amphibien) treten wiederkehrende Nutzungskonflikte in Wohnquartieren auf (gesicherte Abfalllagerung, Gebäudeschutz, Kompostmanagement).
Bejagung in verdichteten urbanen Räumen kommt praktisch und gesellschaftlich nur begrenzt in Betracht. Somit sind vorrangig Prävention, Aufklärung, technische Sicherung und ein belastbares Meldesystem erforderlich, flankiert durch klare Zuständigkeitsabsprachen mit der BUKEA. Der Antrag etabliert hierfür ein pragmatisches Maßnahmenpaket mit realistischen Fristen, evaluiert Pilotprojekte und sorgt für Transparenz durch regelmäßige Berichte an den Ausschuss. Dies ermöglicht eine datenbasierte Steuerung, adressiert Hotspots zügig und stärkt die Bürgerbeteiligung durch niedrigschwellige Meldemöglichkeiten.
Die Bezirksversammlung möge vor diesem Hintergrund beschließen:
Das Bezirksamt Altona wird gem. § 19 BezVG aufgefordert, die nachfolgenden Maßnahmen unverzüglich umzusetzen:
Gem. § 27 BezVG wird die BUKEA aufgefordert, das Bezirksamt entsprechend ihrer Zuständigkeit bei den vorstehenden Maßnahmen zu unterstützen.
Dem Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport ist zu berichten.
Die Bezirksversammlung wird um Zustimmung gebeten.
ohne
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