Kleine Wälder, große Wirkung Miyawaki-Wälder für ein klimaresilientes Altona Dringlicher Antrag der Fraktionen von SPD und GRÜNE
Letzte Beratung: 28.05.2026 Bezirksversammlung Ö 8.11
Der Bezirk Altona steht vor der Herausforderung, die Lebensqualität und Klimaresilienz in dicht besiedelten Quartieren langfristig zu sichern. Das bezirkliche Klimaanpassungskonzept „COOL-Altona“ definiert die Hitzeentlastung sowie den Ausbau grüner Infrastruktur als zentrale Ziele. Die Miyawaki-Methode bietet hierfür ein besonders effizientes Instrument. Durch eine sehr dichtePflanzung standortheimischer Arten entstehen bereits auf kleinen Flächen ab etwa 100 m² innerhalb kurzer Zeit resiliente Mini-Wälder („Tiny Forests“), die einen wichtigen Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel leisten können.
Miyawaki-Wälder wirken dabei wie natürliche Klimaanlagen und unterstützen unmittelbar die Zielsetzungen von „COOL-Altona“, indem sie durch Verschattung und Transpirationskühlung den Wärmeinseleffekt in urbanen Räumen reduzieren. Gleichzeitig sorgt die intensive Bodenaufbereitung für eine hohe Versickerungsleistung und stärkt damit den Ansatz der „Schwammstadt“, um den Bezirk besser vor Starkregenereignissen zu schützen.
Dass diese Methode auch in Altona erfolgreich umgesetzt werden kann, zeigen die bereits vor drei Jahren entstandenen Mini-Wälder auf zwei Flächen zwischen der Louise-Schroeder-Straße und der Schomburgstraße. Die dort gewonnenen Erfahrungen sollen aufgegriffen und als Grundlage für weitere Projekte im Bezirk genutzt werden.
Auch außerhalb Altonas gibt es bereits erfolgreiche Beispiele für die Umsetzung der Miyawaki-Methode. Im schleswig-holsteinischen Wedel wurde ein „Tiny Forest“ realisiert, der als Vorzeigeprojekt für schnelle Biomassebildung und lokale Klimaverbesserung gilt. In Bargteheide entstand durch starkes bürgerschaftliches Engagement ein autarkes Waldökosystem mit hoher CO₂-Bindungskapazität. Weitere erfolgreiche Beispiele finden sich zudem in Berlin und Athen.
Vor diesem Hintergrund wird das Bezirksamt Altona gemäß § 19 BezVG gebeten,
Die Bezirksversammlung wird um Zustimmung gebeten.
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