Finanzierung der Verweisberatung im Bürgerhaus Bornheide sichern Antrag der Fraktion GRÜNE
Letzte Beratung: 03.02.2026 Sozialausschuss Ö 7
Ende November 2025 wurden mehrere Träger im Sozialraum Osdorfer Born informiert, dass die von ihnen beantragten Förderungen von Projekten aus den Mitteln für die Sozialräumlichen Integrationsnetzwerke (SIN-Mittel) nicht weiter finanziert werden.
Komplett gestrichen werden die Finanzierungen der hauptamtlichen Arbeit an der Information im Bürgerhaus Bornheide. An der Information wird der Schreibdienst und die Verweisberatung angeboten.
Besonders kritisch in diesem Zusammenhang ist die Kurzfristigkeit und erfolgte Art der Kommunikation. Träger und Beschäftigte wenige Wochen vor Beginn eines neuen Zuwendungszeitraums mit dem Wegfall existenzieller Finanzierungen zu konfrontieren, ist weder fachlich verantwortbar noch sozial verträglich. So wird engagierte, kompetente Arbeit gefährdet und Vertrauen in politische und administrative Prozesse untergraben. Die über Jahre gewachsene, eng verzahnte Zusammenarbeit der Akteur:innen im Osdorfer Born sehen wir als einen wesentlichen Erfolgsfaktor der sozialräumlichen Arbeit an. Ebenso teilen wir die Einschätzung, dass durch die Kürzungen funktionierende Netzwerke destabilisiert werden würden. Gerade Angebote wie die Verweisberatung im Bürgerhaus Bornheide greifen Bedarfe frühzeitig auf und wirken präventiv – ihr Wegfall würde bestehende Problemlagen verschärfen statt lösen. Die Tätigkeit kann nicht aus dem Budget des Bürgerhauses getragen werden. Die Information am Haupteingang vom Bürgerhaus Bornheide, im Herzen vom Osdorfer Born, ist im Stadtteil bekannt für unbürokratische und schnelle Unterstützung. Täglich von zehn bis vierzehn Uhr erhalten hier Menschen kostenlos und ohne Anmeldung Hilfe, auf Deutsch und Englisch. Zielzahl für dieses Angebot, das bisher über SIN- Mittel finanziert wurde, sind zehn Kontakte pro Tag. Dort werrden Unterstützungsleistungen wie das Ausfüllen von Formularen, Führen von Telefonaten, Verfassen von Mails, Vorlesen und Erklären von Behördenbriefen, Scannen und Hochladen von Dokumenten für das Jobcenter etc. dargeboten.
Die 50 Menschen pro Woche, denen hier niedrigschwellig geholfen wird, können durch das verbleibende Hilfesystem nicht aufgefangen werden.
Die Verweisberatung verdeutlicht exemplarisch, wie mit vergleichsweise geringem Mitteleinsatz eine große Wirkung erzielt wird. Die tägliche, unbürokratische Unterstützung für zahlreiche Menschen im Stadtteil ist durch andere Angebote nicht zu ersetzen. Der Wegfall dieser Stelle würde absehbar zu höheren Belastungen für Jobcenter, Beratungsstellen und andere Hilfesysteme führen, mit deutlich höheren Folgekosten.
Unser Ziel ist es, die wichtige Arbeit im Osdorfer Born zu sichern und Planungssicherheit für Träger und Beschäftigte herzustellen.
Vor diesem Hintergrund wird der Sozialausschuss um folgenden Beschluss gebeten:
Der Sozialausschuss wird um Zustimmung und Weiterleitung an den Hauptausschuss gebeten.
ohne
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