Einrichtung eines Mahnmals gegen Femizide auf dem Alma-Wartenberg-Platz Beschlussempfehlung des Amtes
Letzte Beratung: 02.02.2026 Ausschuss für Kultur und Bildung Ö 6.2
Antragstellende |
W3_Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V. |
Projekt |
„Errichtung eines Mahnmals gegen Feminzide auf dem Alma-Wartenberg-Platz" |
Gesamtkosten |
36.500 Euro |
Beantragte Zuwendung |
31.500 Euro |
amtsseitig befürwortete Zuwendung |
31.500 Euro investiv |
Eigenmittelanteil/Einnahmen |
5.000 Euro |
Drittmittel |
0 Euro |
Zuwendungszeitraum |
01.05.2026 – 01.05.2027 |
Bindungsdauer (in Jahren) |
5 Jahre |
Abschreibungen für Anlagen |
6.300 Euro |
Die Antifeminizid AG initiiertdie inhaltliche Ausrichtung und Koordination des Projektes, während die W3_Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V. als antragstellender Verein die administrative Abwicklung verantwortet. Ziel des Mahnmals ist die Schaffung eines dauerhaften öffentlichen Ortes, an dem den Opfern von Feminiziden gedacht und gesellschaftliche Auseinandersetzungen sowie solidarische Gedenkformen ermöglicht werden. Der Alma-Wartenberg-Platz hat sich bereits als zentraler Gedenkort etabliert und bietet aufgrund seiner Lage, Barrierearmut und Einbindung in den Stadtteil einen geeigneten Rahmen.
Feminizide betreffen Frauen, Lesben, trans- und intergeschlechtliche Personen und sind durch patriarchale Gewaltstrukturen motiviert. Die Dringlichkeit wird durchsteigende Opferzahlen unterstrichen, frühere Initiativen, darunter ein im Januar 2024 aufgestelltes erstes Mahnmal, wurden jedoch beschädigt oder entwendet. Die rote Bank als Symbol gegen Gewalt an Frauen, die von der Nachbarschaft gepflegt wird, verdeutlicht dasnachhaltige Engagement der Anwohnerinnen und Anwohner. Deutschlandweit gibt es bislang nur wenige festinstallierte Mahnmale, die an Opfer sexueller oder geschlechterspezifischer Gewalt erinnern, was die Relevanz des Vorhabens zusätzlich hervorhebt.
Das Mahnmal wird von feministischen Künstlerinnen gestaltet und von einer Jury bewertet. Öffentliche Präsentationen der Entwürfe sichern die Partizipation der Anwohnerinnen und Anwohner und fördern die Akzeptanz im Stadtteil.
Für den Bezirk Altona ist das Mahnmal von besonderer Bedeutung, da es einen dauerhaft sichtbaren, niedrigschwelligen Erinnerungs- und Bildungsort im öffentlichen Raum etabliert, der gesellschaftliche Verantwortung stärkt, zivilgesellschaftliches Engagement bündelt und Altona klar als aktivenBezirk im Einsatz gegen geschlechtsspezifische Gewalt positioniert. Zugleich wirkt das Projekt über die Funktion des Gedenkens hinaus als Mahnung und Handlungsaufforderung, schafft Raum für individuelle und kollektive Auseinandersetzung und leistet durch die Einbindung der lokalen Gemeinschaft und künstlerische Gestaltung einen nachhaltigen Beitrag zur Sichtbarmachung und Bekämpfung von Feminiziden.
Das Bezirksamt empfiehlt dem Ausschussfür Kultur und Bildung, der Antragstellenden W3_Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V. für das Projekt „Errichtung eines Mahnmals gegen Feminizide auf dem Alma-Wartenberg-Platz" investive Politikmittel in Höhe von 31.500 Euro zur Verfügung zu stellen.
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Der Ausschuss für Kultur und Bildung wird um Zustimmung und Weiterleitung an den Haushaltsausschuss gebeten.
Antragsunterlagen(nicht-öffentlich)
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