22-1760.1

Bau einer Studiobühne im Operndeck Beschlussempfehlung des Ausschusses für Kultur und Bildung

Beschlussempfehlung öffentlich

Letzte Beratung: 16.06.2026 Haushaltsausschuss Ö 2.7.4

Sachverhalt

Antragstellende

Junges Musiktheater Hamburg e.V.

Projekt

Bau einer Studiobühne im Operndeck

Gesamtkosten

537.396,82 Euro

Beantragte Zuwendung

50.000,00 Euro

amtsseitig befürwortete Zuwendung

50.000,00 Euro (investiv)

Eigenmittelanteil/Einnahmen

58.000,00 Euro

Drittmittel

429.396,82 Euro

Zuwendungszeitraum

2. Quartal 2026

Bindungsdauer (in Jahren)

25 Jahre

Abschreibungen für Anlagen

2.000 Euro

hrlich besuchen rund 5.000 bis 7.000 Zuschauerinnen und Zuschauer die Veranstaltungen des Opernlofts, das damit einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Belebung des Stadtteils Altona und zur Vielfalt der Hamburger Kulturlandschaft leistet. Ziel des geplanten Umbaus der neu entstehenden Studiobühne ist die Schaffung eines multifunktionalen Raums für künstlerisch anspruchsvolle und experimentelle Formate, die im großen Saal wirtschaftlich nicht darstellbar sind. Gleichzeitig soll die Studiobühne für Proben, kleinere Opernproduktionen, Liederabende sowie für Meisterkurse genutzt werden, die als zentrales Instrument der Nachwuchsförderung fungieren und jungen künstlerischen Talenten eine professionelle Entwicklungsplattform bieten.

Das experimentelle Musiktheater ist ein wesentlicher Bestandteil der künstlerischen Identität des Opernlofts. Formate wie der Opernslam, die 90-Minuten-Oper oder immersive Opernformate konnten nur durch kontinuierliche künstlerische Experimente entstehen und haben sich mittlerweile als feste und erfolgreiche Programme etabliert. Die geplante Studiobühne schafft hierfür einen geeigneten, intimen Rahmen, in dem nicht der unmittelbare wirtschaftliche Ertrag, sondern künstlerische Entwicklung und Innovation imVordergrund stehen, bei gleichzeitig gesicherter wirtschaftlicher Tragfähigkeit. Durch die Verlagerung dieser Formate wird der große Saal entlastet und gezielt für Hauptproduktionen freigehalten, was sowohl zur Effizienzsteigerung als auch zur weiteren Profilbildung des Hauses beiträgt.

Das musikalische Konzept ist in Hamburg bislang einzigartig und stärkt die kulturelle Vielfalt der Stadt nachhaltig.

Die baulichen Maßnahmen beschränken sich auf notwendige Anpassungen im denkmalgeschützten Gebäude und umfassen unter anderem die Erneuerung der Lüftungs- und Klimaanlagen, die Verbesserung der Rettungswege sowie die Ausstattung mit zeitgemäßer Veranstaltungstechnik. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 537.000 Euro. Beim Bezirksamt Altona werden 50.000 Euro als Ausgleich eines Fehlbedarfs beantragt. Die übrige Finanzierung erfolgt über Mittel aus einem Sanierungsfonds, Eigenmittel des Opernlofts sowie eine Kostenübernahme durch die Sprinkenhof GmbH als Vermieter der Immobilie. Die Zuwendung wird über die Behörde für Kultur und Medien (BKM) abgewickelt.

Das Projekt stärkt die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Opernlofts und sichert dessen langfristige Entwicklung als bedeutender kultureller Standort im Bezirk Altona. Die Freie und Hansestadt Hamburg profitiert von dem Vorhaben durch die Stärkung der lokalen Kulturlandschaft, die gezielte Förderung des künstlerischen Nachwuchses sowie durch den nachhaltigen Erhalt und die zukunftsorientierte Nutzung kultureller Infrastruktur. Insgesamt trägt dasProjekt zur kulturellen Vielfalt, zur sozialen Öffnung kultureller Angebote und zur langfristigen Attraktivität des Standorts Hamburg bei.

Besonderheiten

  • Abwicklung über die BKM
  • Sanierungsfond: 422.796,82 Euro
  • Kostenübernahme Sprinkenhof GmbH: 6.600 Euro
  • Eigenmittel: 58.000 Euro

Der Ausschussr Kultur und Bildung empfiehlt dem Haushaltsausschuss bei alternativer Abstimmung einstimmig, dem Junges Musiktheater Hamburg e.V. für den Bau einer Studiobühne im Operndeck investive Politikmittel in Höhe von 25.000 Euro zur Verfügung zu stellen.

(Nachrichtlich:

Die Abschreibung für Anlagen beträgt 2.000 Euro bei einer Bindungsdauer von 25 Jahren.)

Petitum/Beschluss

Der Haushaltsausschuss wird um Zustimmung und Weiterleitung an die Bezirksversammlung gebeten.

Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
16.06.2026
Ö 2.7.4
Anhänge

Antragsunterlagen (nicht-öffentlich)

Lokalisation Beta
Hamburg

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